Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Kultur

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29. März 2018

Der Inspektor und ich

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gemeindezentrum seinen neuen Krimi vor. Von Helmut Reister, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen am 29.03.2018. An diesem Abend waren im Jüdischen Gemeindezentrum am Jakobsplatz Spannung und Nervenkitzel garantiert. Israels international renommierter Krimi-Star Dror Mishani stellte dort seinen erst im Februar erschienenen neuen Roman Die schwere Hand vor.

Dror Mishani (r.) und der Schauspieler Tim Seyfi bei der Lesung in der IKG © Marina Maisel

Dror Mishani (r.) und der Schauspieler Tim Seyfi bei der Lesung in der IKG © Marina Maisel

 

Ganz einfach war es nicht, den gefragten Schriftsteller nach München zu bringen. »Ich stehe schon seit drei Jahren in Kontakt mit Dror Mishanis Verlag«, verrät Ellen Presser, die Leiterin der IKG-Kulturabteilung. Umso mehr hat sie sich über die Zusage gefreut. Es war der erste Auftritt von Dror Mishani in Süddeutschland – und ein Highlight im Terminkalender der Gemeinde, wie sich anhand des großen Interesses der Besucher schnell herausstellte.

Einblicke Schauspieler Tim Seyfi, bekannt aus der TV-Serie Kommissar Pascha und dem Spielfilm Es war einmal in Deutschland, trug bei der Präsentation in München Passagen aus dem neuen Kriminalroman vor. Ellen Presser war es dann als Moderatorin des Abends vorbehalten, dem Erfolgsautor tiefergehende Einblicke in seine Arbeitsweise zu entlocken. Auch Die schwere Hand (Zsolnay-Verlag, Wien), sein dritter Krimi, liegt in der Erfolgsspur und kletterte in Deutschland sofort nach Erscheinen auf Platz 5 der Bestenliste der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«.

So erfuhren die glänzend unterhaltenen Besucher der Buchpräsentation zum Beispiel, dass sich Dror Mishanis ganzes berufliches Leben um Kriminalgeschichten dreht. Autor in diesem Genre zu sein, ist nur ein Teil seiner Tätigkeit. Im Hauptberuf ist er Lektor im Verlagshaus Keter in Jerusalem; ganz seinem persönlichen Profil gemäß ist er dort zuständig für hebräische Belletristik und internationale Spannungsliteratur.

Daneben ist er als Dozent an der Literarischen Fakultät der Universität von Tel Aviv tätig, wo er vor gut zehn Jahren auch promoviert hat. Das Thema seiner Dissertation: »Die Geschichte der Detektivgeschichten im 19. Jahrhundert in Europa«.

Seine drei Kriminalromane spielen in der Jetztzeit, in Israel, im gleichen Ort, in dem er aufgewachsen ist und wo er jede Straße und jeden Stein kennt – so wie der Hauptprotagonist seiner Bücher, Inspektor Avraham. In Die schwere Hand muss der Ermittler den Mord an einer älteren Dame aufklären, die erwürgt in ihrer Wohnung aufgefunden wurde.

Vorbilder »Inspektor Avi Avraham ist nicht ich, aber natürlich gibt es viele Ähnlichkeiten«, verriet Dror Mishani einmal in einem Interview, um dann noch hinzuzufügen: »Letztendlich ist doch mehr von mir in ihm, als ich mir selbst eingestehe.«

Was die vielen Besucher des Krimi-Abends in den Räumen der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern von ihm auch noch erfuhren: In die Fußstapfen seiner großen Vorbilder Arthur Conan Doyle und Agatha Christie wollte Dror Mishani schon als kleiner Junge treten. Jetzt sind seine Bücher sogar in Großbritannien, dem Mutterland der Kriminalliteratur, gefragt.

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Dezember 2018 | Kislew-Tewet | « »

Aktuelle Veranstaltungen


So. 13.01.2019 | 7. Schwat 5779

Kulturzentrum

Gesprächsrunde: Jüdisches Amerika

Beginn 17:00

»Amerika ist die Ferne. Amerika heißt die Freiheit. In Amerika lebt immer irgendein Verwandter.« (Joseph Roth, 1927)

»Lady Liberty«, die New York vorgelagerte Freiheitsstatue, war für Generationen von Einwanderern  das erste Zeichen für ein besseres Leben in der neuen Welt. Darunter waren mehr als zwei

Deidre Berger © AJC

Millionen Juden, die Pogrome in Osteuropa im 19. Jahrhundert und die drohende Vernichtung während der NS-Zeit zu dieser Reise ins Ungewisse veranlasst hatten. Für viele der deutschen Juden war Amerika zwar ihre neue Adresse, aber das Band, das sie mit Berlin oder Frankfurt, Hamburg oder München und anderen Orten verband, war nicht so leicht zu trennen. Sie blieben oft ihren Wurzeln emotional tief verbunden. Erst die nächste Generation wollte so schnell wie möglich amerikanisch werden.

Über Juden in Amerika und die Beziehungen im deutsch-amerikanisch-jüdischen Kontext diskutieren

Deidre Berger, seit 2000 Direktorin des American Jewish Committee Berlin
Deborah Feldman (geb. in New York), Schriftstellerin, heute Berlin
Yascha Mounk (geb. in München), Politologe und Publizist, lehrt an der Harvard University (Boston) und am Tony Blair Institute for Global Change (London).

Deborah Feldman © Marina Maise

Moderation: Mirjam Zadoff, 2014–2018 Professorin für Geschichte an der Indiana University Bloomington, Inhaberin des Alvin H. Rosenfeld Lehrstuhls für Jüdische Studien, seit Mai 2018 Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München.

Yascha Mounk © Marina Maisel

Eintritt 7 Euro (Schüler, Studenten, Münchenpass-Inhaber Eintritt frei)

Veranstalter
Kulturzentrum der Israelitischen Kultus­gemeinde München und Oberbayern und Münchner Volkshochschule im Rahmen des USA-Themenschwerpunkts USA der MVHS im Winterhalbjahr 2018/2019

Veranstaltungsort
Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Mirjam Zadoff © Orla Connolly

Do. 14.02.2019 | 9. Adar I 5779

Kulturzentrum

„An die Gemeinschaft und an die Welt – Gedanken zu drängenden Fragen der Zeit“

Beginn 19:00

Buchpräsentation mit Rabbiner Pinchas Goldschmidt

„Seit vielen Jahren spielt Rabbiner Pinchas Goldschmidt eine führende Rolle im jüdischen Leben Europas. In diesen Essays und Reden verknüpft er das Judentum mit einigen der dringlichsten gesellschaftlichen, moralischen und spirituellen Herausforderungen unserer Zeit.“ (Rabbiner Lord Jonathan Sacks)

Rabbiner Pinchas Goldschmidt, geboren 1963 in Zürich, ist seit 1993 Oberrabbiner von Moskau und seit 2011 Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz.

Begrüßung: Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern

 

Eintritt frei.
Anmeldung erbeten im Büro des IKG-Kulturzentrums unter (089) 202400-491 oder karten@ikg-m.de

Veranstalter
Europäische Rabbinerkonferenz Stiftung und Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde

Veranstaltungsort
Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

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