Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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6. Juni 2021

Charlotte Knobloch zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: „Demokratische Parteien müssen weiter gegensteuern“

München, 6.6.2021.  Bei der heutigen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt konnte die CDU Prognosen zufolge ihre Spitzenposition klar verteidigen, die AfD erzielte jedoch  mit mehr als einem Fünftel der Stimmen erneut ein überdurchschnittliches Ergebnis. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu:  „Ich freue mich sehr, dass es dem demokratischen Lager in Sachsen-Anhalt gelungen ist, den größtmöglichen politischen Unfall in Form eines Wahlsiegers AfD zu verhindern. Dass eine zwar zu kleine, aber immer noch äußerst breite Mehrheit der Wähler in Sachsen-Anhalt die demokratischen Parteien gestützt hat, ist eine gute Nachricht dieses Wahlabends.“

Knobloch unterstrich zugleich, dass das Erreichen dieses Minimalziels auf Dauer nicht ausreichend sein könne: „Es kann nicht sein, dass wir uns immer wieder von einer Wahl, bei der der schlimmste Fall gerade noch einmal abgewendet werden konnte, zur nächsten hangeln. Den hehren Worten aus den demokratischen Parteien müssen überall im Land klare Taten folgen.“

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden formulierte abschließend einen deutlichen Appell: „Wenn wir nicht wollen, dass ganze Generationen in unserem Land für die Demokratie verloren gehen, müssen die demokratischen Parteien noch deutlicher gegensteuern. Gerade in diesen Monaten vor der Bundestagswahl müssen die politischen Entscheider aller Parteien zeigen, dass sie die demokratische Kultur gegen ihre Feinde verteidigen können. Bei aller Erleichterung am heutigen Abend: Wenn eine rechtsextreme Partei zweitstärkste Kraft in einem deutschen Landtag wird, braucht es eine klare Antwort.“

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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786

Kultur

„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.

Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »

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