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3. November 2020
Charlotte Knobloch zum Anschlag in Wien: „Unvorstellbare Verachtung für menschliches Leben“
München, 3.11.2020. Mit Entsetzen hat die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, auf den Anschlag in Wien mit meshreren Toten reagiert: „Ich bin erschüttert über dieses furchtbare Attentat. Die Bilder, die uns aus Wien erreicht haben, zeigen eine Rohheit und eine Verachtung für menschliches Leben, die man sich kaum vorstellen kann. Unser aller Gedanken sind in diesem Moment bei den Opfern und ihren Angehörigen, unser Dank gilt den Einsatzkräften, die Schlimmeres verhindert haben.“
Knobloch weiter: „Die Brutalität des oder der islamistischen Täter, die wahllos Passanten niederschossen, macht sprachlos. Wir sehen diese Anschläge seit Jahren, und der Hass der Attentäter richtet sich stets gegen dasselbe Ziel: unsere Freiheit. Dieses Problem müssen wir klar benennen, um es überwinden zu können.“
Knobloch betonte abschließend: „Dieser Angriff macht leider auch deutlich: Gute Worte allein reichen nicht. Es kann nicht sein, dass die Fassungslosigkeit und das ungläubige Entsetzen, die solche Anschläge stets begleiten, unser letztes Wort sind. Die Demokratie darf nicht wehrlos bleiben gegenüber ihren Feinden. Um gegen die Radikalisierung in unserer Mitte vorzugehen, muss jetzt etwas geschehen. Freiheit braucht Sicherheit.“
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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786
Kultur
„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr
Moderation: Ellen Presser
Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.
Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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