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17. August 2022

Charlotte Knobloch zu Aussagen von Mahmud Abbas in Berlin: „Beleidigung der Opfer des Holocaust“

München, 17.8.2022. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Scholz am gestrigen Dienstag in Berlin hat der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, Israel als „Apartheidssystem“ bezeichnet und von „50 Holocausts“ gesprochen, die das Land seit 1947 verübt habe. Hierzu erklärt die Beauftragte für Holocaust-Gedenken des World Jewish Congress und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch: „Die Äußerung von Mahmud Abbas bei der gestrigen Pressekonferenz in Berlin war eine Beleidigung der Opfer des Holocaust, des israelischen Volkes und seiner deutschen Gastgeber. Die Haltung des israelischen Ministerpräsidenten, der von einer ‚moralischen Schande‘ gesprochen hat, teile ich ausdrücklich.“

Nicht erst nach dieser Grenzüberschreitung, so Knobloch weiter, „muss auch die deutsche Politik wissen, wer ihre Partner in der Palästinensischen Autonomiebehörde sind, und entsprechend handeln. Die klaren Worte des Bundeskanzlers im Anschluss dürfen nicht die einzige Konsequenz bleiben.“

Knobloch betonte außerdem, wer „vor versammelter Presse den israelischen Staat als ‚Apartheidssystem‘ beschimpft und ihm in grotesker Umkehr der Geschichte einen Holocaust vorwirft, der kann kein Gesprächspartner für uns sein. Beim Nie wieder darf es keine Kompromisse geben – niemals und nirgends.“

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