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10. Juni 2026
Antrittsbesuch von OB Dominik Krause in der IKG – Knobloch: „Ein fester Verbündeter und ein wirklich treuer Freund“
München, 10.6.2026. Am heutigen Mittwoch war der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause zu seinem Antrittsbesuch im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) zu Gast. Am St.-Jakobs-Platz traf der Oberbürgermeister mit IKG-Präsidentin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, den beiden Vizepräsidenten Yehoshua Chmiel und Peter Guttmann sowie dem Vorstandsmitglied Eugen Alter und IKG-Geschäftsführer Steven Guttmann zusammen.
Im Verlauf des Austauschs kamen die Teilnehmer zunächst auf soziale Fragen wie den immer knapperen Wohnraum zu sprechen; später verschob sich der Fokus auf für die jüdische Gemeinschaft zentrale Themen wie die öffentliche Sicherheit und den Kampf gegen Judenhass sowie den wachsenden politischen Extremismus.
Charlotte Knobloch lobte die eindeutige Priorisierung dieser Themen durch die neue Stadtspitze: „München als jüdische Heimat zu gestalten und zu bewahren, das ist seit Jahrzehnten ein Thema für jeden Oberbürgermeister. Ohne Christian Ude etwa würde es dieses Jüdische Zentrum nicht geben, auch Dieter Reiter hatte hier einen Schwerpunkt gelegt. Es freut mich außerordentlich, dass der neue Oberbürgermeister Dominik Krause diese Themen sogar noch deutlicher ins Zentrum stellen will – angesichts der bedrohlichen Lage ist diese Entschlossenheit auch nötig.“ Die Unsicherheit in der jüdischen Gemeinschaft sei heute so groß wie nie seit 1949, so Knobloch weiter: „Egal ob Hass auf das Judentum oder den jüdischen Staat Israel oder aber Ablehnung der Demokratie von Links- und besonders Rechtsaußen – alles landet am Ende vor unserer Haustür.“ Kaum ein politischer Akteur in München könne diese Probleme so glaubwürdig und fachkundig angehen wie Krause, betonte die Präsidentin abschließend: „In ihm haben die jüdischen Bürger dieser Stadt einen festen Verbündeten und einen wirklich treuen Freund.“
OB Dominik Krause erklärte im Anschluss an das Treffen: „Ich habe mich sehr über den freundschaftlichen Empfang bei der IKG gefreut. Seit vielen Jahren bin ich mit der Gemeinde und Präsidentin Charlotte Knobloch in einem engen und vertrauensvollen Dialog, den ich als Oberbürgermeister selbstverständlich fortsetzen werde. Der grassierende Antisemitismus in Deutschland besorgt mich zutiefst, es ist inakzeptabel, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland wieder angefeindet und bedroht werden. Der Besuch bei der IKG war deshalb auch ein klares Zeichen der Solidarität und Unterstützung. Als Oberbürgermeister werde ich immer und mit allen verfügbaren Mitteln dafür eintreten, dass Jüdinnen und Juden sicher und frei in München leben können.“
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Aktuelle Veranstaltungen
Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787
Kultur
»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer
Beginn 19:00 Uhr:Moderation: Ellen Presser
Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.
Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787
Kultur
Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen
Beginn 20:30 Uhr:Beitrag der IKG München und Oberbayern
Auf einen Blick:
Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser
Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)
Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.
Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska
Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.
Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.
Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de
So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787
Kultur
»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre
Beginn 17:00 Uhr:
Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens
Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.
Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de

