Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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12. Juli 2013

Abschlussfest: Die Zukunft in spe

Der Alexander-Moksel-Kindergarten verabschiedete seine Vorschüler mit einer großen Feier. Von Miryam Gümbel, 11.3.2013. Wenn die Mädchen und Jungen aus dem Alexander-Moksel-Kindergarten Mittelpunkt einer Veranstaltung sind, darf man sich auf fröhliche Stunden freuen. So auch diesmal wieder, als die Vorschulklasse im Hubert-Burda-Saal ihr Abschlussfest feierte.

Mit Liedern, Tänzen und Gedichten zeigten die Kinder, was sie in den vergangenen Jahren von ihren Erzieherinnen gelernt hatten. Ganz selbstverständlich sprachen die Kleinen Deutsch, Hebräisch, Englisch und Russisch. Das Lied Onot Haschana (Die Jahreszeiten) trugen sie denn auch zweisprachig vor.

Jahreszeiten

Roter Faden der Feierstunde war ein exemplarisches Kindergartenjahr. »Die Feiertage und die Jahreszeiten wollen wir heute zeigen und euch damit viel Freude bereiten«, trugen die Kinder in Gedichtform vor. Begleitet von Bildern im Bühnenhintergrund machten sie den jüdischen Festkalender und den von den Jahreszeiten geprägten Alltag sichtbar.

Ausgelassen: Schnappschuss von der Feier im Jüdischen Gemeindezentrum © Marina Maisel

Das Jahr begannen die Kinder mit Rosch Haschana und buntem Herbstlaub. »Mit Lulaw und Etrog beginnt zehn Tage später Sukkot«, reimten sie im Anschluss. Auch dass es zu Simchat Tora Päckchen für die Kleinen gibt, wurde nicht vergessen. Traditionelle Chanukka-Gegenstände wie Dreidel und Ölkännchen hoben die folgenden Lieder hervor.

Dass mit dem Winter aber keinesfalls Stillstand im Kindergarten ausbricht, unterstrichen die Bilder an der Bühnenwand und die Berichte der Vorschulkinder: Da wurde gemalt, gebastelt, Schneemänner gebaut und sogar ein Skikurs absolviert.

Ferien

Auf all das, was die Vorschulkinder gelernt hatten, waren nicht nur die Eltern stolz. Im Namen der IKG-Erziehungskommission beglückwünschte Cilly Kalmanowicz die Eltern der Kinder. Sie bedankte sich auch bei Präsidentin Charlotte Knobloch und bei Luisa Pertsovska, die die Arbeit mit den Kindern begleiten. Für das Rabbinat wünschte Jugendrabbiner Elias Dray den Kindern schöne Ferien und erinnerte an die gemeinsamen wöchentlichen Vor-Schabbatfeiern.

Die Erstklässler in spe verabschiedeten sich dann mit bunten Doktorhüten, auf denen »KIGA-Absolvent« stand. Und auch die im Saal aufgestellten riesigen Schultüten sowie eines der Lieder verwiesen auf die Zeit nach den Ferien: »Ich gehe bald zur Schule, ich bin schon groß, ich glaub in meiner Schule ist ganz viel los. Und ich bin auch nicht allein, meine Freunde hintendrein zieh’n miteinander in die Schule ein.«

In ihrem Schlusslied zeigte sich schließlich, dass die Mädchen und Jungen bereits im Kindergarten Verantwortung gelernt hatten: »We are the World, we are the Children. Wir dürfen sagen, wie es weitergehen soll«, sangen sie. Und in ihrem Schlusssolo hieß es: »Liebe und Vertrauen, Geborgenheit und Glück, das wünsch ich uns für mich und auch für dich. Eine heile Welt und Frieden überall, das wünschen wir uns heut für alle Zeit.« Diesen Wunsch bekräftigten sie mit dem Gebet »Ose schalom bimromaw«, bevor es dann zum ausgelassenen Feiern auf die Schulterrasse ging.

Miniautos

Hier hatte der Elternbeirat des Alexander-Moksel-Kindergartens bereits alles für das Abschlussfest vorbereitet. Besser als jede Rutschbahn wurde die selbst gebaute Rampe angenommen, auf der die Kinder in Kisten nach unten rutschen konnten. Mit Miniautos fuhren sie dabei mit großer Freude um die Wette.

Damit sie auch lernen, wie man sich im Straßenverkehr bewegt, hatte die Polizei eine kleine Verkehrsschule aufgebaut. Unterdessen unterhielten sich die Erwachsenen angeregt. Bei Musik und guter Laune ging für die Vorschulabsolventen so ein wichtiger Lebensabschnitt mit großer Vorfreude auf die Grundschule zu Ende.

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

»Nicht«. Ein Abend mit Dror Mishani

Beginn 17:00 Uhr:

Buchpräsentation und Gespräch zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur

Moderation: Richard C. Schneider (Journalist und Sachbuchautor)
Lesung: Robert Dölle (Residenztheater)
Sprachen: Englisch & Deutsch (mit einer Lesekostprobe auf Hebräisch)

Ursprünglich erwartete das IKG-Kulturzentrum den Schriftsteller Dror Mishani bereits im Juni 2025 zur Vorstellung von »Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv«, entstanden nach dem 7. Oktober 2023. Der am 13. Juni 2025 ausgebrochene israelisch-iranische Zwölftagekrieg machte diese Einladung zunichte.
Inzwischen hat Dror Mishani einen neuen Roman vollendet mit dem Titel »Nicht«. Es geht darin um Liebe: die zwischen Mann und Frau, Lebende und Erinnerte, Künstlerin und Musik, Mensch und Tier. Kann eine Lüge eine Liebe retten? Oder gewinnt das Zerstörerische darin die Oberhand? Dror Mishani ist ein Meister der Charakterstudie und weit mehr als ein Krimiautor. Er sagt: »Ich habe angefangen, Kriminalromane zu schreiben, um die Wahrheit menschlicher Gewalt zu dokumentieren und den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen«.

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So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

Einladung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2026 unter dem Motto »Liebe«

Beginn 10:00 Uhr:

»An der frischen Luft«
10:00 Uhr
Rundgang am Alten Israelitischen Friedhof
an der Thalkirchner Straße mit Ellen Presser
bereits ausgebucht

Voranmeldung für weitere Führung am
So, 25. Oktober (mit Rückbestätigung) per
E-Mail unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Ende Sommerzeit)


»Auf jüdischen Spuren durch die Münchner Altstadt«

mit Chaim Frank
11:00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Beitrag 10 Euro.
Voranmeldung unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Stadtführung)
4.09. – Treffpunkt wird mit Rückbestätigung mitgeteilt.

»Die Synagoge Ohel Jakob« (Zelt Jakobs)
von vielen Seiten«
Referentin: Dinah Zenker
Vortrag mit Besichtigung, Einlass am Synagogenportal,
ohne Voranmeldung
13:00 Uhr (Einlass ab 12:30 Uhr)
15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Beitrag 5 Euro.

Bücher- und CD-Flohmarkt
12:00 – 17:00 Uhr

»Liebe geht auch durch den Magen«
Jüdische koschere Spezialitäten
im Restaurant Einstein
12:00 – 21:00 Uhr
Tischreservierung unter www.einstein-restaurant.de

Informationen unter (089) 202 400 491
www.ikg-m.de/kulturzentrum/aktuell/

Organisation: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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