Der jüdische G-ttesdienst
Ein Gemeindeg-ttesdienst erfordert die Anwesenheit von mindestens zehn im religiösen Sinne volljährigen männlichen Personen. Die Volljährigkeit tritt mit Vollendung des 13. Lebensjahres ein.
Beim Gebet fungiert ein Mitglied der Betergemeinschaft als „Abgesandter der Gemeinde“. Dieser stellt sich vor den an der Ostwand des Raumes befindlichen Schrank, der die Torarollen enthält, und spricht gewisse Gebete laut, jedoch sind alle Anwesenden verpflichtet, die Gebete gleichfalls zu sagen.

Die Gebetsrichtung, …
… in der auch meist die Sitzplätze im Raum angeordnet sind, ist gegen Jerusalem, also nach Osten. Die Aufgabe des Abgesandten der Gemeinde kann jeder übernehmen, sofern er die erforderlichen Kenntnisse besitzt. Meist aber hat ein speziell ausgebildeter Mann diese Funktion, der als Kantor oder Vorbeter bezeichnet wird und von der Kultusgemeinde dafür angestellt ist.
Der Kantor …
… hat keinen priesterlichen Rang; er betet mit der Gemeinde, aber nicht für sie. Ein Rabbiner hat innerhalb des Gebets keine spezifischen Aufgaben. Er ist auf Grund seiner Ausbildung ein Kenner des jüdischen Gesetzes und hat darum vor allem Rechtsentscheidungen zu fällen. Allerdings ist es weitgehend üblich geworden, daß Rabbiner auch predigen, doch ist eine Predigt für den G-ttesdienst nicht erforderlich und stellt auch keinen Teil des Gebets dar. Trotzdem geht die Predigt auf alte Traditionen zurück: Bereits im Altertum war in der Synagoge die Schriftauslegung durch Gelehrte durchaus üblich.
Eine Betergemeinschaft ist eine Versammlung von Gleichberechtigten; es gibt keine Mittler zwischen G-tt und den einzelnen Menschen.
Der jüdische G-ttesdienst kennt drei ständige Gebetszeiten: das Morgengebet, das Nachmittags- und das Abendgebet. Am Sabbat, Feiertag und an den Halbfeiertagen schließt sich dem Morgengebet noch das Zusatzgebet an, da an diesen Tagen im Tempel ein zusätzliches Opfer neben dem ständige morgens und nachmittags stattfindenden dargebracht wurde. Das Nachmittagsgebet, das in der Zeit von frühestens 12.30 Uhr bis Sonnenuntergang gesagt werden kann, wird häufig, besonders vor Sabbat und Festtagen, mit dem Abendgebet vereinigt, das man dann auch etwas früher beginnen darf als zu dem Zeitpunkt, an dem drei Sterne sichtbar sind.
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Februar 2026 | Schwat-Adar I
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Aktuelle Veranstaltungen
Do. 05.03.2026 | 16. Adar 5786
Kultur
»Wie rettet man das Tote Meer?«
Vorstellung eines Dokumentarfilmprojekts und Vortrag im Rahmen der 17. Jüdischen Filmtage
Initiatoren: Florentinfilm, Herzliya / Israel
Das Tote Meer stirbt. Es verliert anderthalb Meter pro Jahr. Der Wasserspiegel sinkt, die Strände verschwinden, Erdfälle öffnen sich. Wenn das so weitergeht, ist es in 30 Jahren verschwunden.
Der in Entstehung befindliche Film will die Geschichte dieses Binnenmeeres aus der Perspektive von drei Personen erzählen: Mosche Bernstein, einem orthodoxen jungen Mann, der statt in der Jeschiwa zu lernen, mit seiner Kamera die Salzschichten, Rückzugslinien, sich ändernden Farben, dokumentiert; Oded Rahav, Umweltaktivist , Extremsportler und Gründer der Initiative Dead Sea Guardians; Jackie ben Zaken, ehem. Marine-Soldat, der dort seine innere Ruhe wiederfand und nun Bewußtseins-Touren leitet, mit Blick auf die sich ändernden Landschaften und seltene geologische Phänomene, die das zurückweichende Wasser freigibt.
Präsentation des Film-Teasers zur in Vorbereitung befindlichen Film-Dokumentation mit den Filmemachern Harel Yana und Mordechai Malka
»Last chance to save the Dead Sea«
Vortrag des Umweltaktivisten Oded Rahav
in engl. Sprache mit Powerpoint-Präsentation
Moderation: Emanuel Rotstein
Eintritt frei.
Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089) 202 400 4i91
Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Oberbayern mit freundlicher Unterstützung von florentinfilm
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
