Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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14. September 2020

Zum Festakt „70 Jahre Zentralrat“ – Knobloch: „Ohne den Zentralrat wäre unser Land nicht, was es ist“

München, 14.9.2020.  Zum morgigen Festakt anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung des Zentralrates der Juden in Deutschland erklärt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch:„Siebzig Jahre nach seiner Gründung ist der Zentralrat aus den öffentlichen Debatten unseres Landes nicht mehr wegzudenken – gut so! Der Zentralrat hat sich zusammen mit der Bundesrepublik in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder neu erfunden und das jüdische Leben Deutschlands gestützt und bereichert. Ohne ihn wäre unser Land nicht, was es heute ist.“

Im Hinblick auf die Zukunft des Zentralrates bemerkte Knobloch weiter: „Die Herausforderungen sind mit der Zeit nicht geringer geworden, auch nicht zum aktuellen Jubiläum. Der Zentralrat muss stets das große Ganze im Blick behalten und darf das wichtige Kleine darüber nicht vergessen: Er muss sich dem Aufschwung des politischen Extremismus entgegenstellen, Antworten auf eine zunehmende gesellschaftliche Zersplitterung finden und gleichzeitig seine Mitgliedsgemeinden dabei unterstützen, ihre eigenen positiven Geschichten fortzuschreiben.
Keine Frage: Der Zentralrat ist und bleibt gefordert. An seinem Erfolg aber habe ich keinen Zweifel, der gute Weg der vergangenen siebzig Jahre wird weiter beschritten werden. Ich wünsche dem Zentralrat dazu alles Gute und G’ttes Segen für seine wichtige Arbeit.“

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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786

Kultur

„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.

Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »

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