Kultur
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Do. 27.06.2019 | 24. Siwan 5779
Beginn 19:00»Unsere Hände sind rein von den Greueln des Chaos«: Die Münchner Juden in Revolution und Räterepublik 1918/19
Vortrag von Prof. Dr. Michael Brenner
Donnerstag, 27. Juni, 19 Uhr
Grußwort: Ellen Presser, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Michael Brenner © American University Jeff Watts
Lesung: Hans Jürgen Stockerl
Viele der führenden Revolutionäre in München 1918/19 waren jüdischer Herkunft. Wie reagierten die Münchner Juden darauf? Während manche von ihnen durchaus stolz darauf waren, dass der erste Ministerpräsident des Freistaats Jude war, gingen die meisten auf Distanz. Sie ahnten, dass sie für die Schattenseiten der Revolution und der beiden Räterepubliken verantwortlich gemacht werden würden.
So schrieb der Münchner Kommerzienrat Sigmund Fränkel im April 1919 einen offenen Brief „an die Herren Erich Mühsam, Dr. Wadler, Dr. Otto Neurath, Ernst Toller und Gustav Landauer“: daher „ruft das bodenständige bayerische Judentum durch mich heute Bayerns Bevölkerung zu: Unsere Hände sind rein von den Greueln des Chaos und von dem Jammer und Leid, das Ihre Politik über Bayerns zukünftige Entwicklung heraufbeschwören muß. Sie allein, und nur Sie tragen hierfür die volle Verantwortung.“
Jüdische Aktivisten waren unter den sozialdemokratischen Gegnern der Revolution ebenso wie unter den Freikorpsmitgliedern, die die Räterepublik in München niederrangen. Gleichzeitig begann mit dem Ende der Räterepublik der Aufstieg Münchens zur Hauptstadt des Antisemitismus in Deutschland.
Eintritt frei
Anmeldung erbeten unter monacensia.programm@muenchen.de
Veranstalter: Monacensia im Hildebrandhaus und Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Veranstaltungsort: Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, 81675 München
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Kultur
„Un Tango Para Rachel“
Beginn 19:00Kurzspielfilm & Konzert
Mittwoch, 25. März 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen
Deutschlandpremiere
Argentinien, USA, Schweiz 2025, 25 Min.
Regie/ Drehbuch / Produktion: Lea Kalisch
Darsteller: Sabrina Birmajer, Luciano Borges, Martín Goldber, Lea Kalisch
Im Jahr 1915 entdeckt eine religiöse junge Jüdin den Tango und begibt sich ausgerechnet in ein Bordell in Buenos Aires, um mehr darüber zu erfahren. Dort begegnet sie der Prostituierten Rivka. Es wird eine Reise der Befreiung.
Anschließend Kurzinterview mit der Allroundkünstlerin und Konzert »Yiddish & Tango« mit Lea Kalisch (Gesang), begleitet von Tobias Moss (Gitarre) und Pavel Shalman (Violine)
Die gebürtige Schweizerin Lea Kalisch und der Amerikaner Rabbi T sind ein junges, dynamisches Duo, das jüdische Musik mit einem frischen Twist zu neuem Leben erweckt, hier ergänzt durch den Wiener Musiker Pavel Shalman. Tobias Moss ist im Hauptberuf seit 2024 Rabbiner der liberalen Gemeinde Or Chadasch in Wien. Seine Frau Lea, genannt die rappende Rebbetzin und Yiddish Queen of Pop, ist Sängerin, Songtexterin, Schauspielerin und inzwischen auch Filmemacherin. Weiterlesen »
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