Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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14. Oktober 2018

Knobloch zum Einzug der AfD in den Landtag: „Schlechte Nachricht für die demokratische Kultur Bayerns“

München, 14.10.2018. Die Hochrechnungen am Wahlabend zeigen, dass im nächsten Bayerischen Landtag erstmals auch die AfD vertreten sein wird. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärte hierzu: „Der wahrscheinliche Einzug der AfD in den Bayerischen Landtag ist eine schlechte Nachricht für unser Land und seine über Jahrzehnte gewachsene demokratische Kultur.“

Knobloch erklärte weiter: „Die neue AfD-Fraktion bedeutet politische Instabilität und wird die parlamentarische Arbeit im neuen Landtag massiv erschweren. Die AfD wird bei uns wiederholen, was sie in anderen Bundesländern bereits vorgemacht hat: Sie wird aufwiegeln, sie wird provozieren und sie wird die Sacharbeit behindern, indem sie Debatten meilenweit an den Fakten vorbei führt. Mit den Abgeordneten der AfD sehe ich die Würde unserer bayerischen Volksvertretung in Gefahr. Die anderen Parteien müssen nun aus den Wahlergebnissen die richtigen Lehren ziehen, damit eine derart starke Präsenz der extremen Rechten im Landtag die Ausnahme bleibt.“

Dies betreffe auch eine schnelle Regierungsbildung, so Knobloch: „Bayern braucht nun zügig eine stabile Regierung. Nur mit einer überzeugenden Politik kann verhindert werden, dass das heutige Ergebnis lediglich der Auftakt zu einer noch größeren Katastrophe im Jahr 2023 ist.“

 

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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786

Kultur

„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.

Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »

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