Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Kulturzentrum

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Mo. 21.09.2015 | 8. Tischri 5776

Beginn 19:00

Filmvorführung: »Die Befreier«

Dokumentarfilm (Deutschland, USA 2015), in Deutsch. Erzähler: Udo Wachtveitl – im Rahmen der jüdischen Kulturtage. Grußwort: Dr. Andreas Weinek, Geschäftsführer von HISTORY Deutschland

Am 29. April 1945 befreiten alliierte Truppen das KZ Dachau. Die Erinnerung der Zeitzeugen eröffnet den Blick auf ein ergreifendes Ereignis für die Häftlinge wie für ihre Befreier, junge Soldaten der US-Truppen.

Szenenfoto © HISTORY Deutschland

Szenenfoto © HISTORY Deutschland

Während der Recherchen zu dieser Dokumentation stieß der Dokumentarfilmer Emanuel Rotstein auf den ehemaligen Soldaten Daniel Gillespie, der die Häftlinge des KZ Dachaus befreite und den Überlebenden Joshua Kaufman. Beide Männer leben nicht weit voneinander entfernt in den Vereinigten Staaten. Joshua Kaufman war ein junger Mann aus Ungarn, der 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurde. Dort verlor er seine Mutter und drei Geschwister. Später wurde er ins KZ Dachau gebracht, wo er am 29. April 1945 von amerikanischen Soldaten befreit wurde. Er wollte auf die Knie fallen, um seinen Rettern zu danken, doch er war damals zu schwach. So schwor er sich, dies später nachzuholen. Emanuel Rotstein brachte ihn im Rahmen der Dreharbeiten für die neue Dokumentation mit Dan Gillespie zusammen. Dieser war Soldat der 42. Infanteriedivision, einer der Einheiten, die Dachau befreiten. Die schrecklichen Szenen, die er dort sah, haben ihn sein Leben lang begleitet. Nun trifft der 89-jährige Dan auf den nur zwei Jahre jüngeren Überlebenden. Dieser salutiert spontan vor dem US-Veteranen, dankt ihm und fällt auf die Knie, um ihm die Füße zu küssen – genau so, wie er es sich 70 Jahre zuvor geschworen hatte.

Emanuel Rotstein zu der bewegenden Szene: „Das Aufeinandertreffen der beiden Männer war für mich der wohl emotionalste und berührendste Moment in meiner über 10-jährigen Karriere als Produzent und Autor zeitgeschichtlicher Dokumentationen. Es schien fast so, als hätte die komplette Welt um uns herum für einen Moment den Atem angehalten.“

Emanuel Rotstein (Director Production für die Sender HISTORY und A&E) stellt den Film vor und erzählt über seine Rückkehr mit Zeitzeugen nach Dachau im April 2015 und ihre Reaktionen auf die Wiederbegegnung.

Emanuel Rotstein © Foto Gert Krautbauer

Emanuel Rotstein
© Foto Gert Krautbauer

Seit November 2010 verantwortet Emanuel Rotstein die lokalen Eigenproduktionen von A+E Networks Germany mit den Sendern HISTORY und A&E. Besonderen Erfolg verzeichnete Rotstein mit der mehrfach preisgekrönten Dokumentation „Der elfte Tag – Die Überlebenden von München 1972“ über sieben Mitglieder der israelischen Olympiadelegation von 1972, die das damalige Attentat nur knapp überlebten. 2013 produzierte er neben der sechsteiligen Reihe „Rost’n’Roll – Kasis Werkstattgeschichten“ die Dokumentation „Die Legion – Deutscher Krieg in Vietnam“. „Die Befreier“ ist die aktuellste Eigenproduktion von Emanuel Rotstein. 

Eintritt 5,– Euro.

Anmeldung erbeten unter (089)202400-491 oder per Email: karten@ikg-m.de

history PAGE3Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde in Kooperation mit HISTORY CHANNEL

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18
Bitte beachten Sie: Veranstaltungsbeginn ist bereits um 19:00 Uhr.

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Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 07.10.2026 | 26. Tischri 5787

Kultur

»Sie kamen, um uns zu töten. Mein Leben als Jüdin vor und nach dem 7. Oktober« – Ein Abend mit Dafna Gerstner

Beginn 19:00

Buchpräsentation & Gespräch mit der Autorin
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 19 Uhr

Lesung: Ulla Wagener
Moderation: Richard Volkmann

Dafna Gerstner stammt aus Israel und lebt seit 2011 in Deutschland. 2023 wurde sie Zeugin des brutalen Massakers der Hamas vom 7. Oktober im Kibbuz Be’eri. Wie durch ein Wunder überlebte sie in einem nicht abschließbaren Schutzraum in der Wohnung ihres Bruders Eitan. Dreißig Menschen von dort, darunter Kleinkinder, wurden nach Gaza verschleppt – nicht alle haben die Geiselhaft überlebt. Es starben insgesamt 102 aus dem Kibbuz Be‘eri, darunter auch Dafnas Bruder Eitan, der als Mitglied der Bereitschaftseinheit das Leben zahlreicher Kibbuz-Mitglieder rettete im für ihn tödlichen Kampf gegen die Terroristen.

In ihrem Buch erzählt die Überlebende Dafna Gerstner vom Leben im Kibbuz vor und nach dem Massaker, aber auch davon, was es heißt zu überleben. Sie berichtet von den traumatischen Folgen des Terrorangriffs – sowohl für sie persönlich als auch für die israelische Gesellschaft. Doch auch die Spaltung der deutschen Gesellschaft hat ihr Leben als Jüdin in Deutschland verändert.

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Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

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