Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Pressemitteilung

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14. Januar 2014

Neuer NPD-Parteichef – Knobloch: „Pastörs zeigt das wahre Gesicht der NPD“

München, 14.1.2014. „Mit der Kür des einschlägig verurteilten Straftäters Udo Pastörs zeigt die NPD ihr wahres Gesicht.“ So hat Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern die Entscheidung des Parteivorstands kommentiert. „Deutlicher denn je wird somit, warum die rechtextreme ‚Partei‘ eben diesen Status in einem freiheitlich-demokratischen Staat nicht länger einnehmen darf und vielmehr verboten werden muss.“

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland appellierte an alle demokratischen Kräfte, dem unerträglichen Treiben der rechtsextremen NPD noch vor den bevorstehenden Kommunal-, Landtags- und Europawahlen ein Ende zu setzen. „Es darf nicht sein, dass die Verfassungsorgane zusehen, wie sich in der Bundesrepublik Deutschland vor aller Augen eine Organisation, die eine rechtsextremistische, menschenverachtende Ideologie propagiert, immer weiter radikalisiert.“

Knobloch: „Pastörs ist ein offen rechtsradikal, antisemitisch und ausländerfeindlich auftretender Hassprediger. Der scheinbar seriöse Radikalismus von Holger Apfel verkörperte die Verhöhnung des Rechtsstaates und der Demokratie. Der Neonazi Pastörs ist nun die unmissverständliche Kampfansage der NPD gegenüber unserem liberalen System und seiner demokratischen Verfassung.“

„Der Anteil gewaltbereiter Rechtsextremisten nimmt Experten zufolge proportional zu und niemand kann überhören oder übersehen, dass Pastörs diesen militanten Neonazi-Mob und die gewaltbereiten freien Kameradschaften stärker an die NPD binden will“, so Knobloch weiter. Seine geistig-politisch Agenda reiche von Fremdenhass über Antisemitismus und Holocaustleugnung bis hin zur wie besessen avisierten Systemumwälzung. „Seine unerträglichen Aussagen und Absichten kann jeder nachlesen – auch die Verfassungsrichter, im Anfang Dezember 2013 eingereichten Verbotsantrag der Bundesländer.“

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

»Nicht«. Ein Abend mit Dror Mishani

Beginn 17:00 Uhr:

Buchpräsentation und Gespräch zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur

Moderation: Richard C. Schneider (Journalist und Sachbuchautor)
Lesung: Robert Dölle (Residenztheater)
Sprachen: Englisch & Deutsch (mit einer Lesekostprobe auf Hebräisch)

Ursprünglich erwartete das IKG-Kulturzentrum den Schriftsteller Dror Mishani bereits im Juni 2025 zur Vorstellung von »Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv«, entstanden nach dem 7. Oktober 2023. Der am 13. Juni 2025 ausgebrochene israelisch-iranische Zwölftagekrieg machte diese Einladung zunichte.
Inzwischen hat Dror Mishani einen neuen Roman vollendet mit dem Titel »Nicht«. Es geht darin um Liebe: die zwischen Mann und Frau, Lebende und Erinnerte, Künstlerin und Musik, Mensch und Tier. Kann eine Lüge eine Liebe retten? Oder gewinnt das Zerstörerische darin die Oberhand? Dror Mishani ist ein Meister der Charakterstudie und weit mehr als ein Krimiautor. Er sagt: »Ich habe angefangen, Kriminalromane zu schreiben, um die Wahrheit menschlicher Gewalt zu dokumentieren und den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen«.

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So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

Einladung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2026 unter dem Motto »Liebe«

Beginn 10:00 Uhr:

»An der frischen Luft«
10:00 Uhr
Rundgang am Alten Israelitischen Friedhof
an der Thalkirchner Straße mit Ellen Presser
bereits ausgebucht

Voranmeldung für weitere Führung am
So, 25. Oktober (mit Rückbestätigung) per
E-Mail unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Ende Sommerzeit)


»Auf jüdischen Spuren durch die Münchner Altstadt«

mit Chaim Frank
11:00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Beitrag 10 Euro.
Voranmeldung unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Stadtführung)
4.09. – Treffpunkt wird mit Rückbestätigung mitgeteilt.

»Die Synagoge Ohel Jakob« (Zelt Jakobs)
von vielen Seiten«
Referentin: Dinah Zenker
Vortrag mit Besichtigung, Einlass am Synagogenportal,
ohne Voranmeldung
13:00 Uhr (Einlass ab 12:30 Uhr)
15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Beitrag 5 Euro.

Bücher- und CD-Flohmarkt
12:00 – 17:00 Uhr

»Liebe geht auch durch den Magen«
Jüdische koschere Spezialitäten
im Restaurant Einstein
12:00 – 21:00 Uhr
Tischreservierung unter www.einstein-restaurant.de

Informationen unter (089) 202 400 491
www.ikg-m.de/kulturzentrum/aktuell/

Organisation: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
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