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30. August 2012

Antisemitischer Angriff von „Fussballfans“ auf Rabbiner in Wien

Von Samuel Laster, erschienen auf Die Jüdische Online, 30.8.2012. Um 16.35 wurde der Gemeinderabbiner Shlomo Hofmeister am Schwedenplatz in Wien von „Fussballfans“ mit einem „Hitlergruss“ bedacht. Begeleitende Polizisten sahen offenbar kein Grund zum Einschreiten, obwohl diese vom Rabbiner mehrmals dazu aufgefordert wurden.  

Nationalsozialistische Wiedebetätigung ist in Österreich ein Offizialdelikt. Warum die Polizisten keinen Handlungsbedarf sahen ist nicht ganz klar. Der Rabbiner kündigte eine sofortige Beschwerde beim Sprecher der Wiener Polizei Roman Hahslinge an.

Der Zwischenfall dürfte das „Vorspiel“ des Qualifikationsspiels Rapid Wien gegen Paok Saloniki sein. Beim Hinspiel in Saloniki kam es vor einer Woche zu Ausschreitungen der Fans beider Klubs, die Rapid unter anderem ein „Geisterspiel“ ohne Publikum und eine Geldstrafe von 75.000 Euro einbrachten.

Etwa 800 Polizisten sollen das Rückspiel am Donnerstag im Hanappi-Stadion in Wien reibungslos über die Bühne bringen. Offenbar bisher ohne viel Erfolg …

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So. 08.02.2026 | 21. Schwat 5786

Kultur

Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“

Beginn 17:00

Buchvorstellung und Gespräch 
Sonntag, 8. Februar 2026, 17 Uhr

Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Autorengespräch: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom

Ausschnitte aus dem Buch liest Armand Presser.

Ausgehend von den Erzählungen seiner Eltern, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. Weiterlesen »

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