Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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4. September 2012

Umfrage zum Thema ANTISEMITISMUS

Eine Mitteilung des Institute for Jewish Policy Research (JPR):
Ihre Chance, Ihre Meinung zu äußern!
Wie Ihnen vielleicht schon aus der Presse bekannt ist, wird im Auftrag der Europäischen Union (EU) derzeit eine Umfrage über Antisemitismus in Deutschland durchgeführt. Konkret geht es darum, dass hier lebende Juden sich zu eigenen Erfahrungen mit Antisemitismus und zur eigenen Wahrnehmung dieses Problems äußern. Das Institute for Jewish Policy Research (JPR) würde sich über Ihre Beteiligung sehr freuen, direkt zur Umfrage (in elf Sprachen) gelangen Sie hier.

Vermutlich erreichen Sie regelmäßig Einladungen zu verschiedensten Umfragen. Dennoch hoffen wir (das Institute for Jewish Policy Research), Ihre besondere Aufmerksamkeit auf diese Umfrage und die damit verbundene Studie richten zu können. Die EU beabsichtigt, die Ergebnisse dieser Umfrage als Beratungs- und Entscheidungshilfen für den künftigen Umgang mit dem Problem des Antisemitismus in Europa zu nutzen, und sie will die jeweiligen nationalen Regierungen und die jüdischen Gemeinden dazu ermutigen, es ebenso zu tun. Die Umfrage hat damit Bedeutung für ganz verschiedene Organisationen und Kräfte, und es ist sehr wichtig, dass sich so viele Juden wie möglich daran beteiligen. Die Möglichkeiten des Institute for Jewish Policy Research bei der Antisemitismus-Bekämpfung sind limitiert und relative gering, doch diese Umfrage ist ein wichtiger Baustein, und Sie selbst können das Vorhaben wirksam unterstützen.

Über Ihre Teilnahme an der Umfrage hinaus bitten wir (das Institute for Jewish Policy Research) Sie, diese Email auch an Freunde, Verwandte und Kollegen weiterzuleiten und sie zur Teilnahme an der Umfrage zu ermutigen.

Das Gleiche umso mehr, falls Sie in einer jüdischen Organisation oder Gemeinde aktiv mitarbeiten und die Umfrage dort entsprechend bekanntmachen und weiterleiten können. Bitte beachten Sie auch, dass Personen, die an der Umfrage teilnehmen können, jüdisch und in einem Alter von mindestens 16 Jahren sein müssen. Außerdem muss ihr gegenwärtiger Lebensort in einem der neun Staaten befinden muss, in welche an der Umfrage beteiligt sind – Belgien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Lettland, Rumänien, Schweden und Großbritannien.

Herzlichen Dank vorab für Ihre Unterstützung

Institute for Jewish Policy Research (JPR) Academic Team:
Professor Eliezer Ben-Rafael (Universität Tel Aviv, Israel)
Professor Erik Cohen (Bar-Ilan-Universität, Israel)
Professor Sergio DellaPergola (Hebräische Universität, Israel)
Professor Lars Dencik (Universität Roskilde, Dänemark)
Professor David Feldman (Birkbeck College, University of London, England)
Dr. Olaf Gloeckner (Moses Mendelssohn Zentrum, Deutschland)
Professor András Kovács (Central European University, Ungarn)
Dr. Laura Staetsky (JPR, England)

Mehr Informationen über die Umfrage und das laufende Forschungsprojekt erhalten Sie, indem Sie die Website des Institute for Jewish Policy Research (JPR) besuchen oder indem Sie Judith Russell vom JPR direkt kontaktieren.

 

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

»Nicht«. Ein Abend mit Dror Mishani

Beginn 17:00 Uhr:

Buchpräsentation und Gespräch zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur

Moderation: Richard C. Schneider (Journalist und Sachbuchautor)
Lesung: Robert Dölle (Residenztheater)
Sprachen: Englisch & Deutsch (mit einer Lesekostprobe auf Hebräisch)

Ursprünglich erwartete das IKG-Kulturzentrum den Schriftsteller Dror Mishani bereits im Juni 2025 zur Vorstellung von »Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv«, entstanden nach dem 7. Oktober 2023. Der am 13. Juni 2025 ausgebrochene israelisch-iranische Zwölftagekrieg machte diese Einladung zunichte.
Inzwischen hat Dror Mishani einen neuen Roman vollendet mit dem Titel »Nicht«. Es geht darin um Liebe: die zwischen Mann und Frau, Lebende und Erinnerte, Künstlerin und Musik, Mensch und Tier. Kann eine Lüge eine Liebe retten? Oder gewinnt das Zerstörerische darin die Oberhand? Dror Mishani ist ein Meister der Charakterstudie und weit mehr als ein Krimiautor. Er sagt: »Ich habe angefangen, Kriminalromane zu schreiben, um die Wahrheit menschlicher Gewalt zu dokumentieren und den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen«.

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So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

Einladung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2026 unter dem Motto »Liebe«

Beginn 10:00 Uhr:

»An der frischen Luft«
10:00 Uhr
Rundgang am Alten Israelitischen Friedhof
an der Thalkirchner Straße mit Ellen Presser
bereits ausgebucht

Voranmeldung für weitere Führung am
So, 25. Oktober (mit Rückbestätigung) per
E-Mail unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Ende Sommerzeit)


»Auf jüdischen Spuren durch die Münchner Altstadt«

mit Chaim Frank
11:00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Beitrag 10 Euro.
Voranmeldung unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Stadtführung)
4.09. – Treffpunkt wird mit Rückbestätigung mitgeteilt.

»Die Synagoge Ohel Jakob« (Zelt Jakobs)
von vielen Seiten«
Referentin: Dinah Zenker
Vortrag mit Besichtigung, Einlass am Synagogenportal,
ohne Voranmeldung
13:00 Uhr (Einlass ab 12:30 Uhr)
15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Beitrag 5 Euro.

Bücher- und CD-Flohmarkt
12:00 – 17:00 Uhr

»Liebe geht auch durch den Magen«
Jüdische koschere Spezialitäten
im Restaurant Einstein
12:00 – 21:00 Uhr
Tischreservierung unter www.einstein-restaurant.de

Informationen unter (089) 202 400 491
www.ikg-m.de/kulturzentrum/aktuell/

Organisation: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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