Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Di. 19.11.2013 | 16. Kislew 5774

Beginn 19:00

ANDA ROTTENBERG: ARTIST AND WAR

Vortrag in englischer Sprache.

Dienstag, 19. November 2013, 19 Uhr

Akademie der Bildenden Künste München, Auditorium im Neubau (Erdgeschoss), Akademiestraße 2-4

Auf Einladung der Klasse Gregor Schneider www.klasse.gregor-schneider.de

Das Trauma des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust ist in Polen präsent wie in kaum einem anderen Land. Auch für die polnische Kunst ist es über die vergangenen 70 Jahre hinweg immer prägend gewesen. Anda Rottenberg zeigt, wie die Erfahrung von Gewalt und Vernichtung ins Zentrum der künstlerischen Praxis einer unmittelbar betroffenen Kriegs- und Nachkriegsgeneration rückt, aber auch, wie sich der Blick wandelt, je mehr das historische Geschehen als nicht mehr persönlich erlebte und erinnerte Realität in die Vergangenheit abtaucht. Der Bogen spannt sich vom Werk des polnischen Konstruktivisten Władysław Strzeminski bis zu den aktuellen Vertretern einer jungen Künstlerszene, die international für Furore sorgt.

Anda Rottenberg (*1944) ist eine der profiliertesten Kunsthistorikerinnen und Kuratorinnen Polens und eine der besten Kennerinnen der Kunstwelt ihres Heimatlandes. 1973-2001 war sie Kuratorin und Kommissarin des polnischen Pavillons auf der Biennale Venedig, seit 1993 außerdem Direktorin der Nationalen Kunstgalerie Zachęta in Warschau. Als sie dort im Jahr 2000 in einer von Harald Szeemann kuratierten Ausstellung Maurizio Cattelans satirische Darstellung des von einem Meteoriten niedergestreckten Papstes Johannes Paul II. zeigte, wurde sie nach heftiger konservativer Kritik entlassen.

Die vermittelnde, nationale Grenzen überschreitende Kraft der Kunst ist Anda Rottenbergs besonderes Anliegen: so kuratierte sie 2004/2005 die zweiteilige Schau „Warschau-Moskau. Moskau-Warschau. 1900-2000“ in beiden Städten, 2011/2012 die Ausstellung „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ im Berliner Martin-Gropius-Bau.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und dem Workshop am 20.11.2013 entnehmen Sie bitte diesem Informationsblatt (PDF).

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Februar 2026 | Schwat-Adar I | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Do. 05.03.2026 | 16. Adar 5786

Kultur

»Wie rettet man das Tote Meer?«

Vorstellung eines Dokumentarfilmprojekts und Vortrag im Rahmen der 17. Jüdischen Filmtage

Initiatoren: Florentinfilm, Herzliya / Israel

Das Tote Meer stirbt. Es verliert anderthalb Meter pro Jahr. Der Wasserspiegel sinkt, die Strände verschwinden, Erdfälle öffnen sich. Wenn das so weitergeht, ist es in 30 Jahren verschwunden.

Der in Entstehung befindliche Film will die Geschichte dieses Binnenmeeres aus der Perspektive von drei Personen erzählen: Mosche Bernstein, einem orthodoxen jungen Mann, der statt in der Jeschiwa zu lernen, mit seiner Kamera die Salzschichten, Rückzugslinien, sich ändernden Farben, dokumentiert; Oded Rahav, Umweltaktivist , Extremsportler und Gründer der Initiative Dead Sea Guardians; Jackie ben Zaken, ehem. Marine-Soldat, der dort seine innere Ruhe wiederfand und nun Bewußtseins-Touren leitet, mit Blick auf die sich ändernden Landschaften und seltene geologische Phänomene, die das zurückweichende Wasser freigibt.

Präsentation des Film-Teasers zur in Vorbereitung befindlichen Film-Dokumentation mit den Filmemachern Harel Yana und Mordechai Malka

»Last chance to save the Dead Sea«
Vortrag des Umweltaktivisten Oded Rahav
in engl. Sprache mit Powerpoint-Präsentation

Moderation: Emanuel Rotstein

Eintritt frei.

Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089) 202 400 4i91

Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Oberbayern mit freundlicher Unterstützung von florentinfilm

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Di. 10.03.2026 | 21. Adar 5786

Kultur

„Lieber Gott als nochmals Jesus“ – eine humoristische Beichte mit Ilja Richter

Beginn 19:00

Buchpräsentation

Dienstag, 10. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit

Ilja Richter nimmt seine Zuhörerschaft mit auf (s)eine Suche nach religiöser Heimat und Zugehörigkeit. Dabei umkreist er das Thema Judentum / Christentum in bitter-komischen Geschichten, pointierten Glossen, mit Fakten und Zitaten – und Musik. Damit eröffnet er seinen ganz eigenen, ungewöhnlichen Blick in die Welt des Glaubens.

Ilja Richter, 1952 in Ost-Berlin geboren, ist das Kind einer jüdischen Mutter und eines nichtjüdischen Vaters, der als Kommunist 9 ½ Jahre in Zuchthaus und KZ verbrachte. Er gehört zu den vielseitigsten Künstlern in jeder nur denkbaren Sparte: als Schauspieler, Synchron- und Hörfunksprecher, Sänger, Autor, Theater- und Musical-Regisseur und -Darsteller. Frühe Berühmtheit erlangte er als jüngster TV-Moderator mit der Sendung »Disco« im ZDF. Weiterlesen »

Do. 12.03.2026 | 23. Adar 5786

Kultur

Ephraim Kishon. Ein Leben für den Humor

Beginn 19:00

Ein Abend mit der Biographin Silja Behre
Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr
Teil der 
Woche der Brüderlichkeit

Seit den 1960er-Jahren führten Ephraim Kishons Bücher immer wieder die Bestseller-Listen an, wurden teilweise auch verfilm, inklusive zwei Oscar-Nominierungen. Wie kam es dazu, dass der aus Budapest stammende Israeli Ephraim Kishon (1924-2005) mit seinen Humoresken gerade beim deutschen Publikum seinen größten Erfolg hatte? Ausgehend von Kishons eigenen Aufzeichnungen, Erinnerungen von Zeitzeugen und Weggefährten sowie Presseberichten und Archivmaterial beschreibt die Biographin Silja Behre seine Erfolgsgeschichte im Spannungsfeld von Literatur, Humor und Politik. Weiterlesen »

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Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
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