Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Mi. 26.06.2013 | 18. Tamusz 5773

Beginn 20:00

„hier wohnte ….“

Vor fünf Wohnhäusern in Neuhausen werden weiße Koffer und Informationstafeln aufgestellt, auf denen Fotos und Lebensgeschichten verfolgter jüdischer Nachbarn dargestellt sind. 

Vor 80 Jahren – unmittelbar nach der Machtübernahme der Nazis – wurden jüdische Nachbarn auch in Neuhausen schikaniert, verfolgt, entrechtet, beraubt, vertrieben oder ermordet. Mit der sog. „Kristallnacht“ vor 75 Jahren wurde die Verfolgung systematisiert. Verfolgte und ermordete jüdische Nachbarn aus dem Vergessen zu holen, ihre Namen und Biografien bekannt zu machen, den Vergessenen wenigstens temporär Namen und Gesicht zurückzugeben, ist Ziel dieses Erinnerungsprojektes.

Eröffnung am Mittwoch, den 26. Juni 2013 um 20 Uhr im Neuhauser Trafo, Nymphenburger Straße 171, Raum 306.

Begrüßung: Roland Zintl, Bezirksausschuss 9, Neuhausen-Nymphenburg

Diavortrag von Wolfram P. Kastner

Vortrag von Ernst Grube, Überlebender des KZ Theresienstadt

Musik: Klezmorin, Nirit Sommerfeld, Andi Arnold und Georg Karger

Nach der Veranstaltung laden wir ein zu einem Rundgang zu Wohnhäusern, in denen jüdische Nachbarn lebten.

Foto: W. Kastner

Vor fünf Wohnhäusern in Neuhausen werden weiße Koffer und Informationstafeln aufgestellt, auf denen Fotos und Lebensgeschichten verfolgter jüdischer Nachbarn dargestellt sind.

Seit einem halben Jahr bereiteten Mitglieder eines Arbeitskreises das Projekt vor, recherchierten im Stadtarchiv, im Staatsarchiv, im Hauptstaatsarchiv und in Archiven Neuhauser Schulen, gestalteten Informationstafeln und schrieben Biografien.

Günther Baumann, Elisabeth Bellaire, Peter Brüning, Martin Friederich, Christina Haselhuber, Christoph Klinke, Rolanda Obermair-Cherbes, Dr. Bernhard Reischl, Ingrid Reuther, Henrike Schulz, Brigitte Strasser-Vogel, Prof. Eberhard Standl, Dr. Eva Strauß und Heide-Sybill Winkhaus erarbeiteten gemeinsam mit dem Künstler Wolfram P. Kastner das Erinnerungsprojekt.

Die Kofferinstallationen werden vom 26. Juni bis zum 20. November 2013 zu sehen sein.

In der Winthirschule und in der Christuskirche wird das Projekt im Herbst fortgesetzt.

Eine Dokumentation zu dem Projekt soll im November 2013 erscheinen.

Die Initiatoren hoffen, dass die Erinnerungs- und Gedenkzeichen in öffentlichen Gebäuden des Stadtteils dauerhaft eingerichtet werden können.

Das Projekt wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom Bezirksausschuss 9 Neuhausen-Nymphenburg.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Wolfram P. Kastner, Institut für Kunst und Forschung, Tel. 089 – 157 32 19 oder email: w.kastner@ikufo.de.

Flyer Infotafel (PDF)

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