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23. November 2017

WIZO-Gala: Tanzen wie die Baker

Bei ihrer großen Charity-Gala feierte die WIZO im Stil der 20er-Jahre. Von Helmut Reister, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen vom 23.11.2017. Neue Location, andere Musik, und der Name der Veranstaltung wurde geändert, aber der Abend gehörte nach wie vor den Kindern: »One Night for Children«, die traditionelle Spenden-Gala der Münchner WIZO-Damen, fand diesmal im Stil der 20er-Jahre statt.

Der Münchner WIZO-Vorstand: Sara Baumöhl, Gabi Grüngras,Nani Drory, Gisa Pultuskier, Simone Weissmann und Sara Schmerz (v.l.) © Sharon Bruck

Der Münchner WIZO-Vorstand: Sara Baumöhl, Gabi Grüngras,Nani Drory, Gisa Pultuskier, Simone Weissmann und Sara Schmerz (v.l.) © Sharon Bruck

 

»Besser hätte die Stimmung nicht sein können«, lautete hinterher die übereinstimmende Meinung aller Besucher. Die letzten Gäste verließen die Party, wie zu hören war, sehr spät – und zwar weit nach Mitternacht. Toll war die Stimmung vor allem aber auch deshalb, weil wieder Dutzende neuer Kinder-Patenschaften zustande gekommen waren. Sie sind für bedürftige Kinder in Israel nahezu unersetzlich und laufen ein ganzes Jahr.

Spenden Um Kinder ging es bei den WIZO-Powerfrauen aus München nicht nur an diesem Abend. Menschen zu finden, die Patenschaften für sozial schwache Kinder in Israel übernehmen, ist eines ihrer zentralen Projekte und steht das ganze Jahr über ganz oben auf der Agenda. Dazu kommen aber auch noch Bazare, der beliebte Family-Brunch im Frühjahr und andere Veranstaltungen, mit denen die Frauenorganisation weitere Spender ansprechen will.

WIZO-Deutschland-Präsidentin Simone Graumann, Bürgermeister Josef Schmid, Generalkonsulin Sandra Simovich, Präsidentin Charlotte Knobloch und Schmids Frau Natalie (v.l.) © Sharon Bruck

WIZO-Deutschland-Präsidentin Simone Graumann, Bürgermeister Josef Schmid, Generalkonsulin Sandra Simovich, Präsidentin Charlotte Knobloch und Schmids Frau Natalie (v.l.) © Sharon Bruck

Zu der Party, der wichtigsten Veranstaltung der »Women’s International Zionist Organisation«, die diesmal im »Avalon« in Dornach vor den Toren Münchens stattfand, waren nicht nur die Münchner Vorstandsdamen erschienen. Auch WIZO-Deutschland-Präsidentin Simone Graumann aus Frankfurt wollte bei dem Ereignis nicht fehlen. Sie hatte auch Präsidiumsmitglied Esther Heuberger mitgebracht, die aus München stammt und deshalb besonders gern in die bayerische Landeshauptstadt kam. Vervollständigt wurde die WIZO-Performance auch noch durch die Anwesenheit der Münchner Ehrenpräsidentin Helene Habermann.

Ein Indiz für den Stellenwert, den die Frauenorganisation in München genießt, war der Besuch von Bürgermeister Josef Schmid, der in Begleitung seiner Frau erschienen war und seinen Respekt vor der WIZO auch in seinem Grußwort zum Ausdruck brachte. Auch IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch sprach an diesem Abend die immense Leistung an, die die WIZO-Damen jedes Jahr aufs Neue erbringen. Als Mitbegründerin der Münchner Gruppe vor fast 60 Jahren weiß sie, wie wichtig das soziale Engagement der weltweiten Organisation ist. Sie zitiert gern Israels früheren Ministerpräsidenten David Ben Gurion, der die Bedeutung von WIZO in einem einzigen Satz trefflich auf den Punkt brachte: »Wenn es die WIZO nicht gäbe, müsste man sie erfinden.«

gemeinschaft Die weltweite WIZO-Gemeinschaft besteht aus 280.000 ehrenamtlich wirkenden Mitgliedern in über 50 verschiedenen Ländern, für die gemeinsames Handeln eine unumstößliche Prämisse darstellt. Nicht anders funktioniert es auf Münchner Ebene. »Gemeinsamkeit ist das WIZO-Erfolgsrezept« – dieser Satz ist während der Veranstaltung mehrfach zu hören.

Der Erfolg des gemeinschaftlichen Engagements ist an Zahlen ablesbar: 800 Projekte für Kinder, Jugendliche, Frauen und Senioren, 172 Kindertagesstätten für 14.000 Kleinkinder, 11 Schulen und Jugenddörfer, 54 Jugendklubs, 80 Zentren für Frauen und ältere Menschen, 30 Beratungsstellen für Frauen, eine Hotline für Kinder, Jugendliche und Frauen. Dazu werden in den WIZO-Einrichtungen in Israel täglich 900.000 Mahlzeiten verteilt. All diese Menschen sind auf die WIZO angewiesen.

Gefragt ist die vor rund 100 Jahren in London gegründete Frauenorganisation mehr denn je. Das machte auch Generalkonsulin Sandra Simovich deutlich. »In einer Zeit, in der Israel immer stärker wachsenden Herausforderungen gegenübersteht, wird die Wichtigkeit stabiler und wertvoller Freunde und Verbündeter wie der WIZO äußerst geschätzt. Die Arbeit ist ein Erfolgsmodell für die Kooperation zwischen Israel und der jüdischen Diaspora.«

Hochstimmung Bei der Party im »Avalon«, die durch die Unterstützung der »Clarissa und Michael Käfer Stiftung« und des Allianz-Versicherungskonzerns zu einem glanzvollen Ereignis wurde, verteilten die Redner nicht nur Lob, es herrschte auch Hochstimmung. Das lag zum Beispiel an der Musik, die DJ Sivan Neumann auflegte, und auch an Shay Ben Ami.

Der Künstler aus Israel fegte wie ein Wirbelwind über das Parkett – zusammen mit fünf großen Puppen, die ihm täuschend ähnlich sahen und als Tanzpartner dienten. So wie er ernteten während der Party auch die WIZO-Damen immer wieder und verdientermaßen anerkennenden Applaus.

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Februar 2026 | Schwat-Adar I | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Do. 05.03.2026 | 16. Adar 5786

Kultur

»Wie rettet man das Tote Meer?«

Vorstellung eines Dokumentarfilmprojekts und Vortrag im Rahmen der 17. Jüdischen Filmtage

Initiatoren: Florentinfilm, Herzliya / Israel

Das Tote Meer stirbt. Es verliert anderthalb Meter pro Jahr. Der Wasserspiegel sinkt, die Strände verschwinden, Erdfälle öffnen sich. Wenn das so weitergeht, ist es in 30 Jahren verschwunden.

Der in Entstehung befindliche Film will die Geschichte dieses Binnenmeeres aus der Perspektive von drei Personen erzählen: Mosche Bernstein, einem orthodoxen jungen Mann, der statt in der Jeschiwa zu lernen, mit seiner Kamera die Salzschichten, Rückzugslinien, sich ändernden Farben, dokumentiert; Oded Rahav, Umweltaktivist , Extremsportler und Gründer der Initiative Dead Sea Guardians; Jackie ben Zaken, ehem. Marine-Soldat, der dort seine innere Ruhe wiederfand und nun Bewußtseins-Touren leitet, mit Blick auf die sich ändernden Landschaften und seltene geologische Phänomene, die das zurückweichende Wasser freigibt.

Präsentation des Film-Teasers zur in Vorbereitung befindlichen Film-Dokumentation mit den Filmemachern Harel Yana und Mordechai Malka

»Last chance to save the Dead Sea«
Vortrag des Umweltaktivisten Oded Rahav
in engl. Sprache mit Powerpoint-Präsentation

Moderation: Emanuel Rotstein

Eintritt frei.

Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089) 202 400 4i91

Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Oberbayern mit freundlicher Unterstützung von florentinfilm

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Di. 10.03.2026 | 21. Adar 5786

Kultur

„Lieber Gott als nochmals Jesus“ – eine humoristische Beichte mit Ilja Richter

Beginn 19:00

Buchpräsentation

Dienstag, 10. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit

Ilja Richter nimmt seine Zuhörerschaft mit auf (s)eine Suche nach religiöser Heimat und Zugehörigkeit. Dabei umkreist er das Thema Judentum / Christentum in bitter-komischen Geschichten, pointierten Glossen, mit Fakten und Zitaten – und Musik. Damit eröffnet er seinen ganz eigenen, ungewöhnlichen Blick in die Welt des Glaubens.

Ilja Richter, 1952 in Ost-Berlin geboren, ist das Kind einer jüdischen Mutter und eines nichtjüdischen Vaters, der als Kommunist 9 ½ Jahre in Zuchthaus und KZ verbrachte. Er gehört zu den vielseitigsten Künstlern in jeder nur denkbaren Sparte: als Schauspieler, Synchron- und Hörfunksprecher, Sänger, Autor, Theater- und Musical-Regisseur und -Darsteller. Frühe Berühmtheit erlangte er als jüngster TV-Moderator mit der Sendung »Disco« im ZDF. Weiterlesen »

Do. 12.03.2026 | 23. Adar 5786

Kultur

Ephraim Kishon. Ein Leben für den Humor

Beginn 19:00

Ein Abend mit der Biographin Silja Behre
Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr
Teil der 
Woche der Brüderlichkeit

Seit den 1960er-Jahren führten Ephraim Kishons Bücher immer wieder die Bestseller-Listen an, wurden teilweise auch verfilm, inklusive zwei Oscar-Nominierungen. Wie kam es dazu, dass der aus Budapest stammende Israeli Ephraim Kishon (1924-2005) mit seinen Humoresken gerade beim deutschen Publikum seinen größten Erfolg hatte? Ausgehend von Kishons eigenen Aufzeichnungen, Erinnerungen von Zeitzeugen und Weggefährten sowie Presseberichten und Archivmaterial beschreibt die Biographin Silja Behre seine Erfolgsgeschichte im Spannungsfeld von Literatur, Humor und Politik. Weiterlesen »

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