Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Literaturhandlung

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Mo. 19.09.2011 | 20. Elul 5771

Beginn 20:00

Judenretter in Europa während der NS-Zeit

Rettungswiderstand – Judenretter in Europa während der NS-Zeit. Lesung und Gespräch mit Arno Lustiger und Michael Brenner.

Arno Lustiger, 1924 in Polen geboren, verdankt sein Leben mehreren Rettungsgeschichten. Er überlebte die Konzentrationslager Buchenwald und Auschwitz. Die Synthese von persönlicher Nähe des HolocaustÜberlebenden und wissenschaftlicher Distanz des Historikers macht dieses Buch (Wallstein Verlag) zu einem einzigartigen Leseerlebnis.

Die Dokumentation schildert nicht nur die spektakulären Rettungs – versuche in ganz Europa, sondern auch die in Vergessenheit geratenen Aktionen von Diplomaten, Juden, Geistlichen u. a. Arno Lustiger bezieht all jene mit ein, die als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt wurden, jüdische und nicht jüdische „Judenretter“, aber vor allem all die kleinen alltäglichen Hilfeleistungen Einzelner, die mit ihrem beherzten Eintreten für Menschen in Not Widerstand gegen das Hitlerregime geleistet haben.

Michael Brenner, Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der LMU, stellt Arno Lustiger vor und führt im Anschluss an seinen Vortrag ein Gespräch mit ihm.

Montag, 19. September 2011, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B’nai B’rith.

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Aktuelle Veranstaltungen


Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786

Kultur

Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr

Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.

Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »

Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786

Kultur

Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“

Beginn 18:15

Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr

Vortrag in jiddischer Sprache

  • Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
  • Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »

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