Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Pressemitteilung

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22. November 2013

NPD-Verbotsverfahren: Knobloch begrüßt Fertigstellung des Antrags der Länder

„Endlich sieht es so aus, als komme Bewegung in dieses längst überfällige Verfahren. Es wird höchste Zeit, dass dieses Trauerspiel für eine wehrhafte Demokratie beendet wird“ hat Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, einen Bericht in der heutigen ‚Die Welt‘ kommentiert, wonach der Antrag der Bundesländer für ein Verbot der rechtsextremen NPD nun fertig gestellt worden sei.

Ich freue mich und danke allen Beteiligten, dass das Verfahren nun auf den Weg gebracht werden kann“, so Knobloch weiter. „Ich sehne mich nach dem deutlichen Signal, dass die Bundesrepublik Deutschland es nicht duldet, dass sich rechtsextremistisches, antisemitisches und rassistisches Gedankengut hierzulande parteilich organisiert und staatlich subventioniert etablieren kann. Die NPD, die offen verfassungsfeindlich agiert, ist ein Schandfleck für unser, auf den Lehren der Vergangenheit beruhendes Gemeinwesen. Eine freiheitliche Demokratie, die sich bewusst als wehrhaft konstituiert hat, darf einen solchen politischen Ungeist und dessen unerträgliche Auftritte nicht tolerieren. Eine rechtextreme Partei auf deutschem Boden geht gar nicht, wie man heute zu sagen pflegt.“

Knobloch weiter: „Aus diesen Grund begrüße ich, die laut Medienbericht in dem Antrag mit Blick auf ein mögliches Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ausgeführte Erkenntnis, dass die spezifischen nationalen historischen Besonderheiten der konkreten Verbotssituation zu berücksichtigen sind. Schließlich ist es doch eben diese Dimension, die es gebietet, eine Partei, die nachweislich materiellrechtlich die Voraussetzungen für ein Verbot erfüllt, auch tatsächlich zu verbieten – unabhängig von ihrer vermeintlichen finanziellen Situation, der mutmaßlichen Wählergunst oder sonstiger fadenscheiniger und hasenfüßiger Aspekte, die Skeptiker des Verbots vorbringen. Ich hoffe, dass dieser Antrag das politische Hickhack beendet. Deutschland braucht auch in Sachen NPD endlich Entschlossenheit und Geschlossenheit aller demokratischen Kräfte. Nach wie vor wäre ein gemeinsamer Antrag aller Verfassungsorgane das aus meiner Sicht Gebotene.“

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Do. 05.03.2026 | 16. Adar 5786

Kultur

»Wie rettet man das Tote Meer?«

Vorstellung eines Dokumentarfilmprojekts und Vortrag im Rahmen der 17. Jüdischen Filmtage

Initiatoren: Florentinfilm, Herzliya / Israel

Das Tote Meer stirbt. Es verliert anderthalb Meter pro Jahr. Der Wasserspiegel sinkt, die Strände verschwinden, Erdfälle öffnen sich. Wenn das so weitergeht, ist es in 30 Jahren verschwunden.

Der in Entstehung befindliche Film will die Geschichte dieses Binnenmeeres aus der Perspektive von drei Personen erzählen: Mosche Bernstein, einem orthodoxen jungen Mann, der statt in der Jeschiwa zu lernen, mit seiner Kamera die Salzschichten, Rückzugslinien, sich ändernden Farben, dokumentiert; Oded Rahav, Umweltaktivist , Extremsportler und Gründer der Initiative Dead Sea Guardians; Jackie ben Zaken, ehem. Marine-Soldat, der dort seine innere Ruhe wiederfand und nun Bewußtseins-Touren leitet, mit Blick auf die sich ändernden Landschaften und seltene geologische Phänomene, die das zurückweichende Wasser freigibt.

Präsentation des Film-Teasers zur in Vorbereitung befindlichen Film-Dokumentation mit den Filmemachern Harel Yana und Mordechai Malka

»Last chance to save the Dead Sea«
Vortrag des Umweltaktivisten Oded Rahav
in engl. Sprache mit Powerpoint-Präsentation

Moderation: Emanuel Rotstein

Eintritt frei.

Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089) 202 400 4i91

Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Oberbayern mit freundlicher Unterstützung von florentinfilm

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Di. 10.03.2026 | 21. Adar 5786

Kultur

„Lieber Gott als nochmals Jesus“ – eine humoristische Beichte mit Ilja Richter

Beginn 19:00

Buchpräsentation

Dienstag, 10. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit

Ilja Richter nimmt seine Zuhörerschaft mit auf (s)eine Suche nach religiöser Heimat und Zugehörigkeit. Dabei umkreist er das Thema Judentum / Christentum in bitter-komischen Geschichten, pointierten Glossen, mit Fakten und Zitaten – und Musik. Damit eröffnet er seinen ganz eigenen, ungewöhnlichen Blick in die Welt des Glaubens.

Ilja Richter, 1952 in Ost-Berlin geboren, ist das Kind einer jüdischen Mutter und eines nichtjüdischen Vaters, der als Kommunist 9 ½ Jahre in Zuchthaus und KZ verbrachte. Er gehört zu den vielseitigsten Künstlern in jeder nur denkbaren Sparte: als Schauspieler, Synchron- und Hörfunksprecher, Sänger, Autor, Theater- und Musical-Regisseur und -Darsteller. Frühe Berühmtheit erlangte er als jüngster TV-Moderator mit der Sendung »Disco« im ZDF. Weiterlesen »

Do. 12.03.2026 | 23. Adar 5786

Kultur

Ephraim Kishon. Ein Leben für den Humor

Beginn 19:00

Ein Abend mit der Biographin Silja Behre
Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr
Teil der 
Woche der Brüderlichkeit

Seit den 1960er-Jahren führten Ephraim Kishons Bücher immer wieder die Bestseller-Listen an, wurden teilweise auch verfilm, inklusive zwei Oscar-Nominierungen. Wie kam es dazu, dass der aus Budapest stammende Israeli Ephraim Kishon (1924-2005) mit seinen Humoresken gerade beim deutschen Publikum seinen größten Erfolg hatte? Ausgehend von Kishons eigenen Aufzeichnungen, Erinnerungen von Zeitzeugen und Weggefährten sowie Presseberichten und Archivmaterial beschreibt die Biographin Silja Behre seine Erfolgsgeschichte im Spannungsfeld von Literatur, Humor und Politik. Weiterlesen »

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