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21. August 2012

Koblenz: Anklage im Neonazi-Prozess verlesen

Erschienen auf swr Online. Im Koblenzer Neonazi-Prozess ist erst heute die mehrere hundert Seiten lange Anklageschrift verlesen worden. Gestern zum Prozessauftakt war das Verfahren nach mehreren Befangenheitsanträgen der Verteidiger unterbrochen worden.

In der Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft den 26 Angeklagten vor, sie hätten einen Staat nach nationalsozialistischem Vorbild angestrebt.“Das Ziel war die Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, sagte Oberstaatsanwalt Walter Schmengler.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass mehrere Angeklagte an Gewalttaten gegen Mitglieder der linken Szene beteiligt gewesen sind. Außerdem sollen die Angeklagten systematisch Linke ausspioniert haben, um – laut Staatsanwaltschaft – ein „Klima der Angst“ zu schüren. Einige sollen unter anderem Hakenkreuze auf Häuserwände gesprüht und an einem unangemeldeten Aufmarsch mit Fackeln in Düsseldorf teilgenommen haben.

In dem Mammutprozess vor dem Landgericht Koblenz sind 26 Männer im Alter zwischen 19 und 54 Jahren angeklagt. Sie sollen Mitglieder oder Unterstützer des „Aktionsbüros Mittelrhein“ sein. Die Vereinigung hatte ihre Zentrale bis März im sogenannten Braunen Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für den Prozess sind bislang zehn Verhandlungstage bis Mitte September angesetzt.

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Mi. 25.03.2026 | 7. Nissan 5786

Kultur

„Un Tango Para Rachel“

Beginn 19:00

Kurzspielfilm & Konzert
Mittwoch, 25. März 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen

Deutschlandpremiere

Argentinien, USA, Schweiz 2025, 25 Min.
Regie/ Drehbuch / Produktion: Lea Kalisch
Darsteller: Sabrina Birmajer, Luciano Borges, Martín Goldber, Lea Kalisch

Im Jahr 1915 entdeckt eine religiöse junge Jüdin den Tango und begibt sich ausgerechnet in ein Bordell in Buenos Aires, um mehr darüber zu erfahren. Dort begegnet sie der Prostituierten Rivka. Es wird eine Reise der Befreiung.

Anschließend Kurzinterview mit der Allroundkünstlerin und Konzert »Yiddish & Tango« mit Lea Kalisch (Gesang), begleitet von Tobias Moss (Gitarre) und Pavel Shalman (Violine)

Die gebürtige Schweizerin Lea Kalisch und der Amerikaner Rabbi T sind ein junges, dynamisches Duo, das jüdische Musik mit einem frischen Twist zu neuem Leben erweckt, hier ergänzt durch den Wiener Musiker Pavel Shalman. Tobias Moss ist im Hauptberuf seit 2024 Rabbiner der liberalen Gemeinde Or Chadasch in Wien. Seine Frau Lea, genannt die rappende Rebbetzin und Yiddish Queen of Pop, ist Sängerin, Songtexterin, Schauspielerin und inzwischen auch Filmemacherin. Weiterlesen »

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