Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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5. März 2019

Knobloch würdigt verstorbenen Klaus Kinkel als „großen Außenminister“

München, 5.3.2019.  Der ehemalige Außenminister Klaus Kinkel ist am gestrigen Montag im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, erklärt hierzu: „Mit Klaus Kinkel ist einer der großen Außenminister in der Geschichte der Bundesrepublik von uns gegangen. Bereits als Justizminister, vor allem aber in seinen Jahren im Auswärtigen Amt war Kinkel eine der prägenden Politiker Deutschlands, der als Vizekanzler das Zusammenwachsen unseres Landes ebenso wie der europäischen Gemeinschaft entscheidend vorantrieb.“

Knobloch erklärte weiter: „In einer Phase grundlegender Neuausrichtungen in der internationalen Politik gelang es Kinkel, die deutsch-israelischen Beziehungen zu vertiefen und auszubauen. Durch den beginnenden Friedensprozess, aber auch durch alle Krisen hindurch trat er für Partnerschaft und Freundschaft zwischen beiden Ländern ein. Politisch wie persönlich blieb er Israel zeit seines Lebens eng verbunden.“

Knobloch würdigte abschließend Kinkels außergewöhnlichen Einsatz für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland: „In Klaus Kinkel hatten die jüdischen Gemeinden unseres Landes stets einen verlässlichen Partner – sowohl während seiner Zeit als aktiver Politiker als auch in den Jahren danach.“

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Februar 2026 | Schwat-Adar I | « »

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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786

Kultur

„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.

Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »

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