Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Pressemitteilung

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7. Juni 2011

Knobloch: Demjanjuk-Urteil hat positive Strahlkraft

München, 12. Mai 2011 | „Es ist ein wichtiges Signal, dass John Demjanjuk schließlich doch noch für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird“, erklärte Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, kurz nach dessen Verkündung auf das Urteil des Münchner Landgerichts im Verfahren gegen John Demjanjuk.

„Die unmissverständliche Botschaft, dass die Täter des Holocausts für ihre Verbrechen belangt werden“, geht von München aus in die Welt und ist ein Zeichen für den funktionierenden deutschen Rechtstaat.

Knobloch richtete ihren Dank an die Staatsanwaltschaft München, der es zu verdanken sei, dass der Verbrecher nun ins Gefängnis muss. „Gerade für die Überlebenden der Schoa und ihre Angehörigen ist es unerträglich mit ansehen zu müssen, wie mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher, die keine Gnade für ihre Opfer kannten, völlig unbehelligt in Freiheit leben“, so Knobloch. Mord verjähre nun mal nicht. „Diese Verbrecher wissen nun, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden und dass sie sich für ihr Tun verantworten müssen.“

Mit Blick auf die Nebenkläger und ihre Angehörigen sagte Knobloch: „Ihre Erwartungen an die Höhe der Gefängnisstrafe wurden nicht erfüllt, aber ich hoffe, dass sie und ihre Familien dennoch Erleichterung dadurch verspüren, dass die Schuld Demjanjuks festgestellt wurde und er für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wurde.“

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So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

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