Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Kulturzentrum

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Do. 18.02.2016 | 9. Adar I 5776

Beginn 19:00

Jüdische Filmtage: „Señor Kaplan“

Im Rahmen der Jüdischen Filmtage am Jakobsplatz: „Moritz Daniel Oppenheim“ – „Work-in-Progress“-Screening

Das gesamte Programm der Filmtage 2016 finden Sie hier (PDF-Download).

Senor Jakob Kaplan mit Fernglas auf Beobachtungsposten © Neue Visionen Filmverleih GmbH

Senor Jakob Kaplan mit Fernglas auf Beobachtungsposten © Neue Visionen Filmverleih GmbH

Komödie, Uruguay/Deutschland 2014, 98 Min.

Buch & Regie: Álvaro Brechner.

Produktion: Baobab Films, Salado, Razor Film, Expresso Films, ZDF/arte.

Darsteller: Héctor Noguera, Néstor Guzzini, Rolf Becker, Leonor Svarcas, Nidia Telles, Gustavo Saffores, Nurla Fló

Jacob Kaplan (Héctor Noguera) ist 76 Jahre alt, lebt in Montevideo und hat noch immer keine Heldentat vollbracht. Wenig unterscheidet ihn von seinen alten Freunden in der jüdischen Gemeinde, die einen sonnenverwöhnten, aber recht mittelmäßigen Lebensabend verbringen. Doch in Jacob wächst Groll darüber, dass sein Leben einfach so verstrichen sein soll, ohne dass er etwas zur Besserung der Welt beigetragen hat. Hinzu kommt eine leidige Sehschwäche, die Jacob unerbittlich an seine tickende Lebensuhr erinnert.

Als in der Gemeinde das Gerücht kursiert, ein deutscher Nazi halte sich seit Jahren an der Küste Uruguays versteckt, meint Jacob, das Schicksal klopfe an seine Tür. Er verpflichtet den chaotischen Ex-Polizisten Wilson (Néstor Guzzini), mit ihm auf Nazijagd zu gehen. Gemeinsam entdecken sie vielsagende Spuren, die der Deutsche (Rolf Becker) über die Jahre verwischt hat, um ihn am Ende, so hofft Jacob Kaplan, den israelischen Behörden zu übergeben. Doch die internationale Operation, die die beiden anzetteln, ist gefährlicher als sie denken. Denn gerade als ihr ausgeklügelter Entführungsplan zwischen Tiefkühlfisch und Sinnsuche so richtig Fahrt aufnimmt, geraten sie selbst ins Visier.

•Filmszene mit Rolf Becker © Neue Visionen Filmverleih GmbH

Filmszene mit Rolf Becker © Neue Visionen Filmverleih GmbH

In glühend-warmen Farben erzählt die uruguayische Komödie »Señor Kaplan« von offenen Rechnungen mit der Geschichte und ungeraden Bilanzierungen im Alter.

Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen: »Bester Schauspieler« beim Festival des Lateinamerikanischen Kinos Biarritz, »Bestes Drehbuch« beim Huelva Lateinamerikanischen Filmfestival und »Bester Lateinamerikanischer Film« beim Mar del Plata Filmfestival.

Eintritt 5,– Euro

Karten unter Telefon (089)202400-491 oder per E-Mail karten@ikg-m.de und an der Abendkasse

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

 

Bildunterschriften:

 

  • Jakob Kaplan (Héctor Noguera) mit Fernglas auf Beobachtungsposten, gemeinsam mit dem Expolizisten Wilson (Nestor Guzzini) © Neue Visionen Filmverleih GmbH

 

  • Filmszene mit Rolf Becker © Neue Visionen Filmverleih GmbH
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Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

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