Jugend
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3. März 2014
Jewrovision: Bar-Mitzwah-Feier an der Alster
Das Jugendzentrum Jachad aus Köln gewinnt die 13. Jewrovision. Von Katrin Richter, erschienen auf Jüdische Allgemeine Onilne, 3.3.2014. Um 1.14 Uhr standen sie fest, die Gewinner der 13. Jewrovision in Hamburg: Das Kölner Jugendzentrum Jachad machte das Rennen um die Trophäe des Gesangswettbewerbs des Zentralrats der Juden. Platz zwei ging an das Olam-Team aus Berlin, und den dritten Platz belegten die Gastgeber aus Hamburg, das Jugendzentrum Chasak.
Zwar waren alle, wie es Moderatorin Susan Sideropoulos an diesem Abend sagte, Gewinner, aber die Kölner, die bereits bei der Jewrovision im vergangenen Jahr den ersten Platz belegten, überzeugten die Jury mit ihrer Version des Klassikers »A jiddische Mamme«.
»Ich gratuliere dem Kölner Jugendzentrum ganz herzlich zu seinem großartigen Show-Act«, sagte Zentralratspräsident Dieter Graumann. »Aber auch alle anderen Gruppen haben mich wieder beeindruckt mit ihrer Kreativität, ihren Talenten und ihrer Begeisterung. Besonders gefreut habe ich mich über die Jugendzentren, die zum ersten Mal teilgenommen haben. Ich danke allen Madrichim, all jenen, die in ihrer Freizeit mit den Jugendlichen geprobt haben und den vielen ehrenamtlichen Helfern. Sie alle haben zu diesem gelungenen, unvergesslichen Abend beigetragen.«
TEILNEHMER
Rund um das Motto »Bar Mitzwah« traten 18 Jugendzentren aus ganz Deutschland im Rahmen eines Mini-Machane bei Europas größtem jüdischen Gesangswettbewerb gegeneinander an. Zum ersten Mal waren es so viele Teilnehmer, dass Graumann schon vorab von der größten Jewrovision aller Zeiten sprach: »Wer solche jungen Leute hat, hat die Zukunft schon gewonnen«, sagte Graumann zu Beginn des Abends und fragte »DSDS, The Voice of Germany – was ist das? Wir feiern heute eine große Simche.«
Und das taten die rund 1300 Gäste und Teilnehmer dann auch. Egal ob mit bassigen Beats, getragenen Melodien oder auch mal etwas schief sitzenden Tönen: Jedes Jugendzentrum brachte mit seinem eigenen Auftritt eine ganz besondere Energie ins Congress Center Hamburg (CCH).
Und nicht nur die großen Städte, wie Berlin, Frankfurt oder München, hatten etwas zu bieten. Auch die kleineren Gemeinden wie Recklinghausen, Oldenburg und Bremen oder Städteverbunde wie »Mischpacha«, das Duisburg, Mülheim, Oberhausen, Mönchengladbach und Wuppertal miteinander vereinte, boten eine tolle Show.
OUTFITS
Viel Liebe steckten die Jugendzentren allerdings nicht nur in die Choreografie, die selbst geschriebenen Texte oder die Auswahl der Musik. Auch die Bühnenoutfits, die von niedlichen Petticoats über Tallit bis hin zum heimlichen Farbfavoriten der Jewrovision, nämlich Rot, der sich mal in spacigen, mal in Slim-Cut-Anzügen zeigte, waren ein Hingucker.
Susan Sideropoulos war begeistert, hatte mal Gänsehaut, mal Tränen in den Augen, wie sie immer wieder betonte. Und in diesem Jahr hatte die zweifache Mutter neben der Moderation auch noch eine ganz andere Aufgabe: Sie war Geburtstagsfee. So vielen Kindern und Jugendlichen wurde an diesem Jewrovision-Wochenende gratuliert, dass fast jede Pause für ein Masal tow oder ein Ständchen genutzt wurde.
Ein ganz besonderes Geburtstagslied bekam Sonja aus Düsseldorf. Ihr sang Jospeph Feinstein, der das Warten zwischen den Acts und der Punktevergabe mit einer rockigen Show verkürzte, einen Glückwunsch.
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Aktuelle Veranstaltungen
Mo. 16.03.2026 | 27. Adar 5786
Kultur
Spielfilm: »Sallah – oder: Tausche Tochter gegen Wohnung«
Beginn 19:00Montag, 16. März 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen
Israel 1964, 98 Min., Originalsprache Hebräisch, dt. F.
Regie: & Drehbuch: Ephraim Kishon
Produktion: Menahem Golan, Musik: Yohanan Zaray
Kamera: Floyd Crosby & Nissim Leon
Darsteller: Chaim Topol als Sallah Shabati, Geula Nuni als Habbubah Shabati, Gila Almagor als Bathsheva Sosialit u.v.a.
Der jemenitische Jude Sallah Shabati wandert mit seiner kinderreichen Familie nach Israel ein. Bis zum versprochenen Einzug in eine Neubauwohnung haust man in einer Baracke in einem Übergangs-Camp. Sallah, der über seinen Clan Familie wie ein König herrscht, lebt lieber in den Tag als selbst zu arbeiten. Im Lexikon des Internationalen Films heißt es, der Film schildere mit liebenswürdiger Selbstkritik »den Kampf mit dem modernen technischen Leben und die Schwierigkeiten des jungen Staates: Geistreiche Unterhaltung mit Witz, Humor und glänzenden Darstellern«. 1964 wurde er als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert und u. a. mit zwei Golden Globes ausgezeichnet. Weiterlesen »
Mi. 25.03.2026 | 7. Nissan 5786
Kultur
„Un Tango Para Rachel“
Beginn 19:00Kurzspielfilm & Konzert
Mittwoch, 25. März 2026, 19 Uhr
Beitrag zu den 17. Jüdischen Filmtagen
Deutschlandpremiere
Argentinien, USA, Schweiz 2025, 25 Min.
Regie/ Drehbuch / Produktion: Lea Kalisch
Darsteller: Sabrina Birmajer, Luciano Borges, Martín Goldber, Lea Kalisch
Im Jahr 1915 entdeckt eine religiöse junge Jüdin den Tango und begibt sich ausgerechnet in ein Bordell in Buenos Aires, um mehr darüber zu erfahren. Dort begegnet sie der Prostituierten Rivka. Es wird eine Reise der Befreiung.
Anschließend Kurzinterview mit der Allroundkünstlerin und Konzert »Yiddish & Tango« mit Lea Kalisch (Gesang), begleitet von Tobias Moss (Gitarre) und Pavel Shalman (Violine)
Die gebürtige Schweizerin Lea Kalisch und der Amerikaner Rabbi T sind ein junges, dynamisches Duo, das jüdische Musik mit einem frischen Twist zu neuem Leben erweckt, hier ergänzt durch den Wiener Musiker Pavel Shalman. Tobias Moss ist im Hauptberuf seit 2024 Rabbiner der liberalen Gemeinde Or Chadasch in Wien. Seine Frau Lea, genannt die rappende Rebbetzin und Yiddish Queen of Pop, ist Sängerin, Songtexterin, Schauspielerin und inzwischen auch Filmemacherin. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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