Pressemitteilung
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22. Oktober 2013
„Jeder Mensch hat einen Namen“: 9. November 2013 – Gedenkveranstaltungen am 75. Jahrestag der „Reichskristallnacht“
München Gedenkent am Samstag, 9. November 2013, ab 19 Uhr
Weitere Informationen zu den Gedenkveranstaltungen anlässlich des 75. Jahrestages der „Reichskristallnacht“ des 9.11.1938
Gedenkveranstaltung im Alten Rathaus ab 19 Uhr- Es sprechen: der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Christian Ude; die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle (i.V. des Ministerpräsidenten Horst Seehofer); Dr. Reinhard Kardinal Marx, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Polizeipräsident Hubertus Andrä. Die Gedenkrede hält in diesem Jahr der Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München, Prof. Dr. Winfried Nerdinger.
- Durch die Nacht: Lesung der Namen aller 4587 Münchner Bürger – Männer, Frauen und Kinder – die als Juden mit tödlicher Konsequenz verfolgt wurden. Ab 21.30 Uhr am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße (hinter dem Künstlerhaus).
- Die gesamte Münchner Stadtgesellschaft ist aufgerufen, an der Namenslesung teilzunehmen – für Sitzmöglichkeiten, WC-Einrichtungen, Decken und Heizstrahler sowie Verpflegung ist gesorgt.
- Weitere Informationen erhalten Sie im Booklet (PDF-Download).
- Fotoszum Abdruck im Kontext eines Beitrags über die Veranstaltung:
- Verwüstung im Kaufhaus Uhlfelder im Rosental. © Stadtarchiv München.
- Synagoge in der Reichenbachstraße am Morgen nach der „Reichskristallnacht“. © Bayerische Staatsbibliothek München.
- Passanten vor dem zerstörten Kaufhaus Uhlfelder im Rosental. © Stadtarchiv München
Auch in diesem Jahr gedenkt München am 9. November der Münchner Jüdinnen und Juden, die in der „Reichspogromnacht“ und den darauf folgenden Jahren entrechtet, deportiert und ermordet wurden oder unter ungeklärten Umständen ihr Leben verloren haben.
Aus Anlass des diesjährigen 75. Jahrestages werden der zentrale Gedenkakt im Alten Rathaus sowie die anschließende traditionelle Namenslesung am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge hinter dem Künstlerhaus am Lenbachplatz in ganz besonderer Weise gestaltet.
Bei der generations-, religions- und parteiübergreifenden gemeinsamen Gedenkstunde im Alten Rathaussaal werden der Oberbürgermeister Christian Ude, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle (i.V. des Ministerpräsidenten Horst Seehofer) sowie Reinhard Kardinal Marx, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Polizeipräsident Hubertus Andrä sprechen. Die Gedenkrede hält in diesem Jahr der Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München, Professor Winfried Nerdinger.
Die anschließende Namenslesung wird sich ab 21.30 Uhr als „Echtzeit-Lesung“ analog zu den damaligen Ereignissen über mehrere Stunden durch die ganze Nacht hindurch erstrecken. In diesem Jahr werden wieder alle viereinhalbtausend Namen der Opfer verlesen und anhand der historischen Quellen sollen die Ereignisse quasi-live nachgezeichnet werden.
Als Zwischentexte werden Auszüge aus den Polizeiprotokollen sowie Zeitungsmeldungen vom 10. November 1938 vorgetragen.
Wir möchten Sie bitten, mit einem Terminhinweis auf die Veranstaltungen hinzuweisen sowie mit Ihrer Berichterstattung einen wichtigen Beitrag zu leisten, um dieses wichtige Gedenken an das zentrale Datum 9. November 1938 – den Ausgangspunkt des Holocaust – wieder stärker in den Fokus der Erinnerungskultur unserer Stadt zu rücken. Speziell die Namenslesung ist es, die den Opfern Ihren Namen, Ihre Geschichte und Ihren Platz in unserer Erinnerung wiedergibt. Die gesamte Münchner Stadtgesellschaft ist aufgerufen, zu der Namenslesung zu kommen. Die ganze Nacht hindurch ist für ausreichend Sitzmöglichkeiten, WC-Einrichtungen, Decken und Heizstrahler sowie für Verpflegung gesorgt.
Mit möglichst großer Präsenz und Öffentlichkeit soll im Alten Rathaus sowie am Gedenkstein ein sichtbares Zeichen wider das Vergessen gesetzt werden. An diesem Tag soll es gelingen, möglichst viele Münchnerinnen und Münchner aus allen gesellschaftlichen Bereichen zu diesen Gedenkveranstaltungen zusammenzuführen – als Abbild unserer verantwortungsbewussten Stadtgesellschaft und unserer lebendigen und zukunftsgerichteten Erinnerungskultur.
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Aktuelle Veranstaltungen
Do. 05.03.2026 | 16. Adar 5786
Kultur
»Wie rettet man das Tote Meer?«
Vorstellung eines Dokumentarfilmprojekts und Vortrag im Rahmen der 17. Jüdischen Filmtage
Initiatoren: Florentinfilm, Herzliya / Israel
Das Tote Meer stirbt. Es verliert anderthalb Meter pro Jahr. Der Wasserspiegel sinkt, die Strände verschwinden, Erdfälle öffnen sich. Wenn das so weitergeht, ist es in 30 Jahren verschwunden.
Der in Entstehung befindliche Film will die Geschichte dieses Binnenmeeres aus der Perspektive von drei Personen erzählen: Mosche Bernstein, einem orthodoxen jungen Mann, der statt in der Jeschiwa zu lernen, mit seiner Kamera die Salzschichten, Rückzugslinien, sich ändernden Farben, dokumentiert; Oded Rahav, Umweltaktivist , Extremsportler und Gründer der Initiative Dead Sea Guardians; Jackie ben Zaken, ehem. Marine-Soldat, der dort seine innere Ruhe wiederfand und nun Bewußtseins-Touren leitet, mit Blick auf die sich ändernden Landschaften und seltene geologische Phänomene, die das zurückweichende Wasser freigibt.
Präsentation des Film-Teasers zur in Vorbereitung befindlichen Film-Dokumentation mit den Filmemachern Harel Yana und Mordechai Malka
»Last chance to save the Dead Sea«
Vortrag des Umweltaktivisten Oded Rahav
in engl. Sprache mit Powerpoint-Präsentation
Moderation: Emanuel Rotstein
Eintritt frei.
Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089) 202 400 4i91
Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Oberbayern mit freundlicher Unterstützung von florentinfilm
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18
Di. 10.03.2026 | 21. Adar 5786
Kultur
„Lieber Gott als nochmals Jesus“ – eine humoristische Beichte mit Ilja Richter
Beginn 19:00Buchpräsentation
Dienstag, 10. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit
Ilja Richter nimmt seine Zuhörerschaft mit auf (s)eine Suche nach religiöser Heimat und Zugehörigkeit. Dabei umkreist er das Thema Judentum / Christentum in bitter-komischen Geschichten, pointierten Glossen, mit Fakten und Zitaten – und Musik. Damit eröffnet er seinen ganz eigenen, ungewöhnlichen Blick in die Welt des Glaubens.
Ilja Richter, 1952 in Ost-Berlin geboren, ist das Kind einer jüdischen Mutter und eines nichtjüdischen Vaters, der als Kommunist 9 ½ Jahre in Zuchthaus und KZ verbrachte. Er gehört zu den vielseitigsten Künstlern in jeder nur denkbaren Sparte: als Schauspieler, Synchron- und Hörfunksprecher, Sänger, Autor, Theater- und Musical-Regisseur und -Darsteller. Frühe Berühmtheit erlangte er als jüngster TV-Moderator mit der Sendung »Disco« im ZDF. Weiterlesen »
Do. 12.03.2026 | 23. Adar 5786
Kultur
Ephraim Kishon. Ein Leben für den Humor
Beginn 19:00Ein Abend mit der Biographin Silja Behre
Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit
Seit den 1960er-Jahren führten Ephraim Kishons Bücher immer wieder die Bestseller-Listen an, wurden teilweise auch verfilm, inklusive zwei Oscar-Nominierungen. Wie kam es dazu, dass der aus Budapest stammende Israeli Ephraim Kishon (1924-2005) mit seinen Humoresken gerade beim deutschen Publikum seinen größten Erfolg hatte? Ausgehend von Kishons eigenen Aufzeichnungen, Erinnerungen von Zeitzeugen und Weggefährten sowie Presseberichten und Archivmaterial beschreibt die Biographin Silja Behre seine Erfolgsgeschichte im Spannungsfeld von Literatur, Humor und Politik. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de



