Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen EJKA

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So. 18.11.2012 – So. 25.11.2012 | 4. Kislew 5773

Janusz Korczak Woche vom 18. bis 25. November 2012

Zum dritten Mal veranstaltet EJKA e.V. eine Janusz Korczak Woche.  Unter der Schirmherrschaft von Christian Ude, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, finden in diesen Tagen zahlreiche Programme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt, die uns das Schicksal und das pädagogische Erbe eines der größten Humanisten des 20. Jahrhunderts näher bringen. Diesmal fiel es leicht, das zentrale Thema für dieses Ereignis zu bestimmen: in Europa wurde dieses Jahr zum Janusz Korczak Jahr erklärt. Wir gedenken des 70. Jahrestages der Ermordung Korczaks und der Kinder aus dem Warschauer Ghetto im KZ Treblinka sowie dem 100-jährigen Jubiläum seit der Gründung des Waisenhauses unter der Leitung des welt berühmten Pädagogen. Deshalb steht 2012 die Person Henryk Goldszmit alias Janusz Korczak im Mittelpunkt.

Zum ersten Mal fanden im Vorfeld der Korczak Woche zwei Wettbewerbe statt, die sich an bayerische weiterführende Schulen richteten. Im Malwettbewerb  ging es darum, Zitate von Janusz Korczak zu »bebildern«.

Im Schreibwettbewerb ließen die Schüler Janusz Korczak in ihrer Sprache zu Wort kommen. Zum Abschluss der »Janusz Korczak Woche 2012«, am Sonntag den 25. November, werden die Einsendungen in einem kleinen Festakt prämiert.

Programm

Sonntag, 18.11.2012

„Allein mit G’tt – Gebete eines Menschen, der nicht betet; Was bedeutet Dankbarkeit?“ –  Vortrag und Gespräch für Erwachsene und Jugendliche mit Dr. Eva Umlauf (Kinderärztin und Psychotherapeutin, München)
Beginn: 16 Uhr
Ort: Kleiner Saal der IKG München, St.-Jakobs-Platz 18
Anmeldung unter anmeldung@ejka.org

Künstlerisches Basteln mit Iris Golde, Künstlerin und Kunstpädagogin. Paralleles Programm des Jüdischen Familienzentrums »Mishpacha« für Kinder ab 6 Jahren.
Beginn: 16 Uhr
Treffpunkt: Foyer vor dem kleinen Saal  der IKG München.
Anmeldung bis 15.11.2012 unter mishpacha@ejka.org

Dienstag, 20.11.2012

„Janusz Korczak und seine Reisen nach Eretz Israel“ – Vortrag & Gespräch mit Tsvi Yeshurun, Kibbutznik aus Israel

Einige von Korczaks Freunden und Mitarbeitern schlossen sich der »Zionistischen Jugendbewegung« an, emigrierten nach Eretz Israel und gründeten Kibbutzim. Einer davon war Ein Charod. So  kam es zu einer Einladung Korczaks nach Israel und Besuchen in Ein Charod in den  Jahren 1934 und 1936…

Tsvi Yeshurun wurde in Transilvanien, Rumänien geboren. Als junger Mann emigrierte er nach Israel und war viele Jahre Mitglied im Kibbutz Beit Hashita.

Beginn: 19 Uhr
Ort: Janusz Korczak Haus, Bayerstr. 1, 3. Stock
Anmeldung unter anmeldung@ejka.org

Donnerstag, 22.11.2012

„Kinder sind Kinder“ – Vortrag und Diskussion mit Joanna Turbowicz, Journalistin und Autorin, München

Joanna Turbowicz ist nach dem Krieg in Polen geboren und dort aufgewachsen. Korczaks Roman über König Hänschen I. hat sie schon als Kind tief berührt. Nur wenig später lernte sie mit den Büchern »Moski, Joski i Srule« und »Józki, Jaski i Franki« einen anderen Korczak kennen, denn die Geschichten aus den polnischen und den jüdischen Ferienkinder­heimen, die Korczak geleitet hat, waren nicht der Fantasie, sondern der Wirk­lichkeit entsprungen…

Beginn: 19 Uhr
Ort: Janusz Korczak Haus, Bayerstr. 1, 3. Stock
Anmeldung unter anmeldung@ejka.org

Sonntag 25.11.2012

Preisverleihung  für die Gewinner der Janusz Korczak Wettbewerbe mit dem diesjährigen Jacob-Grimm-Preisträger und Kinder- und Jugendbuchautor Peter Härtling, der die Laudatio hält.
Beginn: 15 Uhr
Ort: Hubert-Burda-Saal, IKG München, St.-Jakobs-Platz 18
Anmeldung unter anmeldung@ejka.org

„Korczaks Koffer – Szenische Gepäckstücke der etwas anderen Art“ – Ein Bühnenspiel des Experimentellen Theaters Günzburg, in welchem man Korczak als absurden Dramatiker, originellen Denker, leidenschaftlichen Erzieher kennenlernt.
Beginn: 17 Uhr
Ort: Hubert-Burda-Saal, IKG München, St.-Jakobs-Platz 18
Anmeldung unter anmeldung@ejka.org

 

Veranstalter:
Europäische Janusz Korczak Akademie e.V.

Bayerstr. 1, 80335 München
Telefon:              +49 (0) 89-37946640
E-Mail:                 info@ejka.org
Internet:             www.ejka.org

Kooperationspartner:

Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Telefon:              +49 (0) 89-202400-491
E-Mail:                 kultur@ikg-m.de
Internet:             www.ikg-m.de

Polnisches Kulturzentrum am Generalkonsulat der Republik Polen
Prinzregentenstr. 7, 80538 München
Telefon:              +49 (0) 89-21112435
E-Mail:                 Malgorzata.Tyszkiewicz@msz.gov.pl
Internet:             www.polnisches-kulturzentrum.de

 

Wer war Korczak?

Janusz Korczak (1878–1942) war ein jüdisch-polnischer Arzt, Pädagoge, Psychologe, Erzieher und Journalist. Er war zudem Leiter zweier Waisenhäuser in Warschau – eines für jüdische, eines für nichtjüdische Kinder. Als die Deutschen das Warschauer Ghetto errichteten, wurde auch Korczak gezwungen, mit seinen Kindern dorthin überzusiedeln.

Im August 1942 deportierten die deutschen Besatzer die 200 Kinder aus seinem jüdischen Waisenhaus ins Vernichtungslager Treblinka. Korczak wurde die Möglichkeit gegeben, der Gaskammer zu entkommen. Er entschied sich, die Kinder nicht alleine zu lassen und ging zusammen mit ihnen in den Tod.

Korczaks Erbe

Wenn wir etwas von Janusz Korczak lernen können, dann ist es seine tiefe Grundüberzeugung, Kindern und Jugendlichen mit Liebe, Respekt und Achtung gegenüberzutreten.

Wertschätzung dem, der oder den Anderen gegenüber bedingt aber, sich auch auf deren unterschiedliche Lebensformen und -einstellungen einzulassen und diese anzuerkennen.

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September 2026 | Elul-Tischri | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

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