Nachrichten
« Zurück
24. September 2012
Iran droht Israel offen mit einem Erstschlag
Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte der Zeitung zufolge, Westerwelle erwarte Beratungen über eine neue EU-Sanktionsrunde bereits beim nächsten Treffen der EU-Außenminister im Oktober. Das Blatt schrieb, dem Vernehmen nach solle es vor allem bei Banken und im Handel weiteren Einschränkungen geben.
Berlin, London und Paris wollen Druck erhöhen
tagesschau.de, 24.9.2012. Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen neue Sanktionen gegen Iran. Wie ein EU-Diplomat der Nachrichtenagentur AFP sagte, hätten die Außenminister der drei Länder einen gemeinsamen Brief an die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton geschrieben. Details der möglichen neuen Strafmaßnahmen würden noch ausgearbeitet. Die EU-Außenminister sollten bei ihrem Treffen in Brüssel am 15. Oktober über das Thema beraten.
Die Verhandlungen mit Iran verliefen nicht befriedigend, sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle der „Rheinischen Post“. „Deswegen ist es notwendig, dass wir die Sanktionen weiter verschärfen.“ Dabei solle es vor allem bei Banken und im Handel zu weiteren Einschränkungen und zu einer Ausweitung des betroffenen Personenkreises kommen, schreibt die Zeitung weiter.
Ban trifft Ahmadinedschad
Unterdessen traf sich UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. UN-Sprecher Martin Nesirky teilte mit, Ban habe Ahmadinedschad aufgefordert, notwendige Schritte einzuleiten, um die internationale Gemeinschaft davon zu überzeugen, dass das iranische Atomprogramm ausschließlich zivilen Zwecken diene. Ahmadinedschad, dessen Amtszeit im kommenden Jahr endet, hält am Mittwoch seine letzte Rede vor der UN-Vollversammlung.
Sanktionen zeigen Wirkung
Im Zuge des Streits verhängte die EU bereits mehrfach Sanktionen gegen den Iran, darunter ein Ölembargo. Die Regierung in Teheran räumte Ende Juli ein, dass die vom Westen verhängten Sanktionen das Wirtschaftsleben im Iran beeinträchtigen. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist die Vorwürfe zurück.
Internet-Zensur: Iran will Google aussperren
Erschienen auf Spiegel Online, 24.9.2012. Iran verschärft die Internet-Zensur: Die Regierung will das Mohammed-Schmähvideo zum Anlass nehmen, ihren Bürgern den Zugriff auf Google und Gmail künftig zu verbieten. In wenigen Monaten soll das Land vom internationalen Web abgekoppelt werden.
YouTube ist in Iran ohnehin schon gesperrt, als nächstes sollen Google und Gmail für Nutzer in dem Land nicht mehr verfügbar sein. Das teilten die Behörden am Sonntag mit. Die Zensur wird verbrämt als Schritt für mehr Sicherheit im Internet. Künftig soll Iran ein eigenes, vom Internet losgelöstes Netzwerk haben. Der Plan wurde Anfang 2011 zuerst vorgestellt.
Behörden sind an das iranische Intranet bereits angeschlossen, im März könnte es für Privatanwender eingeführt werden. Neben China und Nordkorea, die einen Teil des Internets hinter Filterservern verbergen, wäre Iran das dritte Land mit einer derart großen Anstrengung, den Internet-Verkehr von Millionen Nutzern streng zu kontrollieren.
Die iranische Nachrichtenagentur ISNA meldete, die Google-Blockade stehe im Zusammenhang mit dem jüngsten Mohammed-Schmähvideo. Die islamische Republik hat jetzt schon einen so umfangreichen Internet-Filter wie kaum ein anderes Land. Begründet wird dies offiziell mit anstößigen oder kriminellen Inhalten von Seiten.
Am Montagmorgen war google.com in Iran offenbar noch abrufbar, youtube.com, google.de und Spiegel Online hingegen nicht. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse eines Abfragedienstes hin, mit dem die Erreichbarkeit von Webadressen in Iran getestet werden können soll.
Viele Iraner sagen indes, dass die Blockade etwa von YouTube oder Facebook darauf zurückzuführen sei, dass diese Seiten bei den Anti-Regierungsprotesten nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Jahr 2009 genutzt wurden. Ein Jahr später hatte der Iran seine Internet-Sicherheit deutlich verstärkt, nachdem es einen Sabotage-Angriff auf das Atom-Programm des Landes mit Hilfe des Computervirus Stuxnet gegeben hatte.
Im Mai hatte Iran rechtliche Schritte gegen Google angekündigt, nachdem der US-Konzern beschlossen hatte, den Namen „Persischer Golf“ aus seinem Kartendienst Google Maps zu tilgen und das Gewässer stattdessen ohne Namen zu führen. In vielen arabischen Ländern heißt das Gewässer „Arabischer Golf“, was der Iran als nicht hinnehmbar bezeichnet.
Seiten: 1 2
VeranstaltungenÜberblick »
Februar 2026 | Schwat-Adar I
- So
- Mo
- Di
- Mi
- Do
- Fr
- Sa
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
- 7
- 8
- 9
- 10
- 11
- 12
- 13
- 14
- 15
- 16
- 17
- 18
- 19
- 20
- 21
- 22
- 23
- 24
- 25
- 26
- 27
- 28
Aktuelle Veranstaltungen
Do. 05.03.2026 | 16. Adar 5786
Kultur
»Wie rettet man das Tote Meer?«
Vorstellung eines Dokumentarfilmprojekts und Vortrag im Rahmen der 17. Jüdischen Filmtage
Initiatoren: Florentinfilm, Herzliya / Israel
Das Tote Meer stirbt. Es verliert anderthalb Meter pro Jahr. Der Wasserspiegel sinkt, die Strände verschwinden, Erdfälle öffnen sich. Wenn das so weitergeht, ist es in 30 Jahren verschwunden.
Der in Entstehung befindliche Film will die Geschichte dieses Binnenmeeres aus der Perspektive von drei Personen erzählen: Mosche Bernstein, einem orthodoxen jungen Mann, der statt in der Jeschiwa zu lernen, mit seiner Kamera die Salzschichten, Rückzugslinien, sich ändernden Farben, dokumentiert; Oded Rahav, Umweltaktivist , Extremsportler und Gründer der Initiative Dead Sea Guardians; Jackie ben Zaken, ehem. Marine-Soldat, der dort seine innere Ruhe wiederfand und nun Bewußtseins-Touren leitet, mit Blick auf die sich ändernden Landschaften und seltene geologische Phänomene, die das zurückweichende Wasser freigibt.
Präsentation des Film-Teasers zur in Vorbereitung befindlichen Film-Dokumentation mit den Filmemachern Harel Yana und Mordechai Malka
»Last chance to save the Dead Sea«
Vortrag des Umweltaktivisten Oded Rahav
in engl. Sprache mit Powerpoint-Präsentation
Moderation: Emanuel Rotstein
Eintritt frei.
Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089) 202 400 4i91
Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Oberbayern mit freundlicher Unterstützung von florentinfilm
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18
Di. 10.03.2026 | 21. Adar 5786
Kultur
„Lieber Gott als nochmals Jesus“ – eine humoristische Beichte mit Ilja Richter
Beginn 19:00Buchpräsentation
Dienstag, 10. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit
Ilja Richter nimmt seine Zuhörerschaft mit auf (s)eine Suche nach religiöser Heimat und Zugehörigkeit. Dabei umkreist er das Thema Judentum / Christentum in bitter-komischen Geschichten, pointierten Glossen, mit Fakten und Zitaten – und Musik. Damit eröffnet er seinen ganz eigenen, ungewöhnlichen Blick in die Welt des Glaubens.
Ilja Richter, 1952 in Ost-Berlin geboren, ist das Kind einer jüdischen Mutter und eines nichtjüdischen Vaters, der als Kommunist 9 ½ Jahre in Zuchthaus und KZ verbrachte. Er gehört zu den vielseitigsten Künstlern in jeder nur denkbaren Sparte: als Schauspieler, Synchron- und Hörfunksprecher, Sänger, Autor, Theater- und Musical-Regisseur und -Darsteller. Frühe Berühmtheit erlangte er als jüngster TV-Moderator mit der Sendung »Disco« im ZDF. Weiterlesen »
Do. 12.03.2026 | 23. Adar 5786
Kultur
Ephraim Kishon. Ein Leben für den Humor
Beginn 19:00Ein Abend mit der Biographin Silja Behre
Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit
Seit den 1960er-Jahren führten Ephraim Kishons Bücher immer wieder die Bestseller-Listen an, wurden teilweise auch verfilm, inklusive zwei Oscar-Nominierungen. Wie kam es dazu, dass der aus Budapest stammende Israeli Ephraim Kishon (1924-2005) mit seinen Humoresken gerade beim deutschen Publikum seinen größten Erfolg hatte? Ausgehend von Kishons eigenen Aufzeichnungen, Erinnerungen von Zeitzeugen und Weggefährten sowie Presseberichten und Archivmaterial beschreibt die Biographin Silja Behre seine Erfolgsgeschichte im Spannungsfeld von Literatur, Humor und Politik. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
