Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Pressemitteilung

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30. Januar 2013

Holocaust-Gedenkfeier im Bunkerbau der Welfenkaserne Landsberg

Mit einer gemeinsamen Veranstaltung erinnerten der Bayerische Landtag und die Stiftung Bayerische Gedenkstätten am 24. Januar 2013 – drei Tage vor dem Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus –  an die Gräueltaten der Nazis.

Zum ersten Mal fand der Gedenkakt in einem ehemaligen KZ-Außenlager statt: in den Bunkeranlagen der Welfenkaserne in Landsberg am Lech, wo zwischen Juni 1944 und April 1945 über 20 000 KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen geschuftet haben. Rund 7 000 von ihnen überlebten die Strapazen nicht. Sie starben an der körperlich schweren Arbeit, an Krankheiten, an den Schikanen des Wachpersonals. Mindestens zwölf Häftlinge fielen während der Bauarbeiten in den nassen Beton und wurden in der Außenhülle des Bunkers lebendig begraben.

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses (WJC), warnte vor dem erneuten Erstarken rechtsradikaler Gesinnung und betonte, wie wichtig gerade deswegen aktives Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors sei. „Entscheidend ist jedoch, dass unsere Kultur des Erinnerns auf die Zukunft ausgerichtet ist. Gedenken darf nicht zur Last, oder gar zur Schuld der jüngeren Generationen werden. Die Erinnerung darf nicht den berechtigten Stolz auf unser Land zerschmettern. Vor allem darf Gedenken nicht emotionslose Routine werden. Erinnern muss seine zentrale Funktion behalten: Sie muss immunisieren“, erklärte Charlotte Knobloch. und forderte alle demokratischen Kräfte auf, im Kampf gegen die Feinde der Verfassung zusammen zu stehen.

Die vollständige Rede von Charlotte Knobloch finden Sie hier.

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

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