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27. Juli 2015

European Maccabi Games 2015, 27. Juli – 5. August 2015

UnbenanntEuropameisterschaften des jüdischen Sports erstmals in Deutschland. Am heutigen Montag, 27. Juli 2015, starten die 14. European Maccabi Games 2015 in Berlin. Die jüdischen Europameisterschaften im Sport finden erstmals in ihrer Geschichte in Deutschland statt. 70 Jahre nach Ende der Shoah, 50 Jahre nach der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel sowie 50 Jahre nach der Wiedergründung von Makkabi Deutschland als Dachverband des jüdischen Sports in Deutschland wird Berlin vom 27. Juli bis zum 5. August erstmals Gastgeber der Spiele.

Die knapp 2.300 jüdischen Athleten aus 38 Ländern wohnen im Estrel Hotel und werden dort am Montagabend beim Welcome-Abend gemeinsam mit 300 Volontären die Spiele einläuten. Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, freut sich auf die Sportler: „Die deutsche Delegation stellt mit 365 Sportlern in 19 Sportarten die größte bei diesen Wettkämpfen und die größte in ihrer Geschichte. Da geht mir das Herz auf. Vor allem weil ich sehe, dass unsere jungen Menschen ein neues deutsch-jüdisches Selbstbewusstsein und Selbstverständnis in sich tragen. Weg vom in sich gekehrten, hin zu einem offenen, modernen, frischen jüdischen Leben in Deutschland.“

Die offizielle Eröffnungsfeier wird am Dienstag, den 28. Juli um 20:00 Uhr in der Berliner Waldbühne vom Schirmherrn der Spiele, Bundespräsident Joachim Gauck, eröffnet. Die Berliner Moderatorin Palina Rojinski wird durch einen bunten Showabend führen, der vom israelischen Regisseur Ran Tzahor konzipiert wird. Ein Einmarsch der Nationen sowie der gemeinsame Auftritt der Künstler Matisyahu und Adel Tawil (Ich+Ich) sind Teil des Programms.

Die sportlichen Wettkämpfe finden fast alle im Berliner Olympiapark statt – dem Ort, an dem die Olympiade 1936 unter Naziherrschaft ausgetragen wurde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht die Athleten und Gäste herzlich willkommen und weist auf die historische und politische Bedeutung der Spiele hin: „Angesichts der Vergangenheit kann Deutschland für die wiedererstarkte Vielfalt jüdischen Lebens unter uns und das neu gewachsene Vertrauen der Gäste aus dem Ausland nur zutiefst dankbar sein.“

Der krönende Abschluss des zehntägigen Sportfests ist die Abschlussfeier am 4. August in der Convention Hall des Estrel Hotels. Zum Programm dieses Abends gehört ein Konzert von Maya Saban mit ihrer Band Jewdyssee, sowie eine Rede des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller.

EMG2015 Medienpartner Hauptstadtsport.tv stellt einen Livestream der Eröffnungsfeier zur Verfügung.

Eine Stunde nach der Eröffnungsfeier stellt hauptstadtsport.tv ein Highlight-Playout online, das unbegrenzt und kostenfrei genutzt werden kann.

Weitere Informationen über die Spiele und Events im Rahmen der EMG finden SIe auf der EMG-Facebook-Seite sowie im offiziellen Magazin der EMG2015 (MACCAZINE), welches online verfügbar ist. Lesen Sie interessante Interviews mit Adel Tawil, Sarah Poewe, der Holocaustüberlebenden Margot Friedländer und Grußworte von Kanzlerin Dr. Angela Merkel und Jerômé Boateng.

CROWDFUNDING Kampagne

Die EMG2015 haben eine Crowdfunding Seite errichtet und ein Video gedreht. Das Ziel der Kampagne ist es, Geld für das Branding des Olympiaparks aufzubringen. Der Olympiapark Berlin sieht im Moment sehr grau und leer aus. Geplant ist, das Gelände mit Deutschland-, Israel- und EMG2015-Flaggen sowie Bannern zu schmücken. Das Ziel ist es, 10.000€ bis zu den EMG2015 zu sammeln. So werden die EMG2015 Spiele sein, die in den Erinnerungen aller Teilnehmer weiterleben wird. Berlin wird stolz sein, Gastgeber eines solchen großen internationalen Sportevents zu sein.

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Aktuelle Veranstaltungen


Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786

Kultur

„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia

Beginn 19:00

Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr

In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil.  In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »

Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786

Kultur

Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr

Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.

Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »

Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786

Kultur

Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“

Beginn 18:15

Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr

Vortrag in jiddischer Sprache

  • Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
  • Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »

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