Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Literaturhandlung

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Di. 25.10.2011 | 27. Tischri 5772

Beginn 20:00

Die Elenden von Lódz

Steve Sem-Sandbergs Roman über das jüdische Getto in Lódz. Einführung und Moderation: Martin Pollack.

 

In seinem Roman stellt Steve Sem-Sandberg die Frage nach den Mechanismen der Unterdrückung und dem Zeitpunkt, ab dem offensichtlich wird, dass eine Zusammenarbeit mit den Nazis keine Erleichterung für die Häftlinge bringt. Auch für einen Verräter wie den starken Mann des Gettos, den Judenältesten Mordechai Chaim Rumkowski. Der Autor porträtiert die ambivalente Figur Rumkowskis und lässt dem Leser das endgültige Urteil. „Die Elenden von Lódz“ (Klett-Cotta) ist ein eindringlicher Roman über das Gettoleben und seine unterschiedlichsten Schicksale und Stimmen.

Steve Sem-Sandberg, 1958 geboren, ist einer der renommiertesten schwedischen Autoren. Für „Die Elenden von Lódz“ ist ihm der schwedische „August-Priset“ verliehen worden. Er lebt in Stockholm und Wien. Er kommt zu uns am Dienstag, den 25. Oktober 2011, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.

Einführung und Moderation: Martin Pollack, Schriftsteller und Publizist. Den deutschen Text liest ein Schauspieler.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B’nai B’rith.

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Aktuelle Veranstaltungen


Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786

Kultur

Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr

Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.

Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »

Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786

Kultur

Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“

Beginn 18:15

Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr

Vortrag in jiddischer Sprache

  • Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
  • Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »

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