Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Kultur

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So. 07.11.2021 | 3. Kislew 5782

Beginn 17:00

„Diagnose: Judenhass. Die Wiederkehr einer deutschen Krankheit“

Ein Gesprächsabend mit dem Autorenpaar Eva Gruberová und Helmut Zeller

Sonntag, 7. November 2021, 17 Uhr

Helmut Zeller © privat

Antisemitismus war in Deutschland nach 1945 keineswegs verschwunden. Anschlägen wie auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019 folgen zwar empörte Reaktionen, selten jedoch nachhaltige juristische und politische Konsequenzen. Auch dem Hass im Netz, der Verbreitung judenfeindlicher Parolen bei antiisraelischen Demonstrationen oder Anti-Corona-Protesten wird nicht wirklich Einhalt geboten. Was in der Debatte über Antisemitismus meistens untergeht, sind die Stimmen der Betroffenen. Wie erleben jüdische Menschen die deutsche Realität? Eva Gruberová und Helmut Zeller sind quer durch Deutschland gereist und haben ihnen aufmerksam zugehört. Ihre Beobachtungen, Interviews und Analysen machen deutlich, wie tief antijüdische Ressentiments noch immer in der Gesellschaft verwurzelt sind.

Eva Gruberová © privat

Eintritt: Spenden erbeten

Moderation: Jan Fleischhauer (Kolumnist beim FOCUS)

Voranmeldung erforderlich unter karten@ikg-m.de oder telefonisch unter (089) 202 400-491.

Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München und Oberbayern und Verlag C. H. Beck, München

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Es gelten die 3G-Regel (geimpft, genesen oder negativ getestet nach geltenden gesetzlichen Vorschriften) und Maskenpflicht.

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Juni 2024 | Ijar-Siwan | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 19.06.2024 | 13. Siwan 5784

Kultur

Moses Mendelssohn, Gotthold Ephraim Lessing, Immanuel Kant und die Erziehung des Menschengeschlechts

Beginn 19:00

Vortrag von R. Prof. emer. Dr. Dr. h.c. Daniel Krochmalnik
Ein Beitrag der Reihe „Die Umkehr des Denkens. 300 Jahre Immanuel Kant“

Mittwoch, 19. Juni 2024, 19 Uhr

Anfang der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts erscheinen in dichter Folge drei grundlegende Texte: „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ von Gotthold Ephraim Lessing (1780), „Jerusalem oder Religiöse Macht und Judentum“ von Moses Mendelssohn (1783) und „Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“ von Immanuel Kant (1784). Darin behandelt das Dreigestirn der deutschen Aufklärung das Problem des Fortschritts der Menschheit. Lessing ist davon überzeugt, Mendelssohn ist skeptisch, Kant formuliert die Bedingungen der Möglichkeit. Die Verfasser nehmen auch Bezug aufeinander und ihr kontroverses Gespräch ist für die Geschichtsphilosophie bis heute von grundlegender Bedeutung. Weiterlesen »

Mi. 26.06.2024 | 20. Siwan 5784

Kultur

„Was habe ich mit Juden gemeinsam?“ – Franz Kafkas Identitäten

Beginn 19:00

Reiner Stach in Zwiesprache mit Franz Kafka
Ein Beitrag zum 100. Todestag von Franz Kafka (1883 – 1924)

Mittwoch, 26. Juni 2024, 19 Uhr

Kafkas Werke beschreiben eine Welt, in der nichts verlässlich ist, in der sich Ordnung immerzu auflöst und das Vertrauteste plötzlich fremd werden kann. Wir wissen heute, dass dies keine Vision war, sondern gelebte Erfahrung. Kafka wuchs auf in einem Spannungsfeld zwischen Deutschen und Tschechen, zwischen orthodoxem, liberalem und zionistisch gesinntem Judentum, in dem die Frage der Identität fortwährend neu verhandelt wurde. Hinzu trat eine unglückliche familiäre Konstellation, die Kafka in die Rolle eines sozialen Zaungasts drängte. Gibt es überhaupt eine menschliche Gemeinschaft, so fragte er sich, zu der ich im tiefsten Sinn des Wortes „gehöre“? Weiterlesen »

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Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
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