Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Kultur

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Di. 16.04.2024 | 8. Nissan 5784

Beginn 19:00

Der Terror der Hamas. Grundlagen und Perspektiven eines zerstörerischen Systems

Vortrag von Prof. Dr. Peter R. Neumann
Dienstag, 16. April 2024, 19 Uhr

Begrüßung: Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung

Einführung: Bettina Nir-Vered, Vorsitzende der DIG AG München

Am 7. Oktober 2023 überfielen Terroristen der Hamas israelische Ortschaften. Auf brutalste Weise quälten und ermordeten sie über 1.200 Männer, Frauen und Kinder und verschleppten Hunderte weitere. Insgesamt 134 israelische Zivilisten befinden sich aktuell – sechs Monate später – noch immer in der Gewalt der Hamas; ihr Schicksal ist ungewiss. Gefeiert von vielen Zivilisten im Gazastreifen und in der arabischen Welt, haben Hamas-Anführer seit dem 7. Oktober wiederholt öffentlich zum Ausdruck gebracht, dass die Hamas bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen Angriff auf Israel wie am 7. Oktober 2023 wiederholen würde. In ihrer Gründungscharta ist die Vernichtung Israels als Ziel niedergelegt.

Peter R. Neumann © Laurence Chaperon

Doch wer ist die Hamas genau? Wie ist sie zu der Organisation geworden, die seit 2007 den Gazastreifen autoritär regiert und einen Krieg gegen Israel, aber auch gegen die eigene Bevölkerung führt? Wie kann man ihr entgegentreten, und gibt es eine Chance auf einen wie auch immer gearteten Frieden, so lange die Hamas mit am Tisch sitzt? Peter R. Neumann bietet in seinem Vortrag grundlegende Informationen zur Geschichte und Perspektiven der Terrororganisation. Ausgehend von den Wurzeln dieser Bewegung und ihrer historischen Entwicklung, beleuchtet er ihre Ziele, Machtzentren und internationale Vernetzung.

Peter R. Neumann ist Professor für Sicherheitsstudien am King’s College London und Research Fellow am Centre for the Changing Character of War (CCW) der Universität Oxford. Derzeit berät er u.a. die Europäische Kommission. Sein Buch »Die neuen Dschihadisten« aus dem Jahr 2015 war ein Spiegel-Bestseller. Im Jahr 2022 erschien »Die neue Welt(un)ordnung«, 2023 »Logik der Angst. Die rechtsextreme und ihre Wurzeln« (beide bei Rowohlt Berlin).

Anmeldung erforderlich unter Tel. (089) 20 24 00-491 oder Email: karten@ikg-m.de

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, Deutsch-Israelische Gesellschaft – AG München, Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Peter R. Neumann © Laurence Chaperon

2 Logos: DIG (anbei) & IKG

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Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 19.06.2024 | 13. Siwan 5784

Kultur

Moses Mendelssohn, Gotthold Ephraim Lessing, Immanuel Kant und die Erziehung des Menschengeschlechts

Beginn 19:00

Vortrag von R. Prof. emer. Dr. Dr. h.c. Daniel Krochmalnik
Ein Beitrag der Reihe „Die Umkehr des Denkens. 300 Jahre Immanuel Kant“

Mittwoch, 19. Juni 2024, 19 Uhr

Anfang der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts erscheinen in dichter Folge drei grundlegende Texte: „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ von Gotthold Ephraim Lessing (1780), „Jerusalem oder Religiöse Macht und Judentum“ von Moses Mendelssohn (1783) und „Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“ von Immanuel Kant (1784). Darin behandelt das Dreigestirn der deutschen Aufklärung das Problem des Fortschritts der Menschheit. Lessing ist davon überzeugt, Mendelssohn ist skeptisch, Kant formuliert die Bedingungen der Möglichkeit. Die Verfasser nehmen auch Bezug aufeinander und ihr kontroverses Gespräch ist für die Geschichtsphilosophie bis heute von grundlegender Bedeutung. Weiterlesen »

Mi. 26.06.2024 | 20. Siwan 5784

Kultur

„Was habe ich mit Juden gemeinsam?“ – Franz Kafkas Identitäten

Beginn 19:00

Reiner Stach in Zwiesprache mit Franz Kafka
Ein Beitrag zum 100. Todestag von Franz Kafka (1883 – 1924)

Mittwoch, 26. Juni 2024, 19 Uhr

Kafkas Werke beschreiben eine Welt, in der nichts verlässlich ist, in der sich Ordnung immerzu auflöst und das Vertrauteste plötzlich fremd werden kann. Wir wissen heute, dass dies keine Vision war, sondern gelebte Erfahrung. Kafka wuchs auf in einem Spannungsfeld zwischen Deutschen und Tschechen, zwischen orthodoxem, liberalem und zionistisch gesinntem Judentum, in dem die Frage der Identität fortwährend neu verhandelt wurde. Hinzu trat eine unglückliche familiäre Konstellation, die Kafka in die Rolle eines sozialen Zaungasts drängte. Gibt es überhaupt eine menschliche Gemeinschaft, so fragte er sich, zu der ich im tiefsten Sinn des Wortes „gehöre“? Weiterlesen »

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