Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Kulturzentrum

« Zurück

Mi. 02.05.2012 | 10. Ijar 5772

Beginn 17:30

Das Buch der Fragen – L´ABSENCE

Hintergrundgespräch mit Alfred Bodenheimer und Sarah Nemstov – eine Annäherung an Buchvorlage und Oper im Vorfeld der Uraufführung.

Aus dem „Buch der Fragen“ des 1912 in Kairo geborenen und 1956 als Jude nach Frankreich vertriebenen Autors Edmond Jabès gewinnt Sarah Nemtsov das Libretto ihrer Oper „L´ABSENCE“. Der Prolog
benennt die Abwesenheit, um die es geht: „Was für eine Geschichte hat das Buch? … Die unsere in dem Maße, in dem sie abwesend ist.“ Es geht um jüdische Geschichte und Existenz. Das „Buch der Fragen“, 1963 in Paris erschienen, stellte eine neue Art zu schreiben dar: eine Collage aus fiktiven Tagebüchern des jüdischen Liebespaares Sarah und Yukel, das zwar den Holocaust überlebt hat, seine Zukunft aber verloren, aus Diskussionen zwischen Rabbinern und aus gedichtartigen Passagen, Reflexionen des Erzählers und Fragen eines distanzierten, neugierigen Lesers. Sarah Nemtsov hat Auszügen aus diesem Text eine musikalische und dramaturgische Sprache gegeben.

Das Gespräch mit Alfred Bodenheimer und Sarah Nemstov ist eine Annäherung an Buchvorlage und Oper im Vorfeld der Uraufführung.

 

Edmond Jabès (Foto: Q.u.), Alfred Bodenheimer (Foto: Q.u.), Sarah Nemtsov (Foto: Elisabeth Reuter)

Edmond Jabès (Foto: Q.u.), Alfred Bodenheimer (Foto: Q.u.), Sarah Nemtsov (Foto: Elisabeth Reuter)

 

Prof. Dr. Alfred Bodenheimer, Ordinarius für Religionsgeschichte und Literatur des Judentums an der Universität Basel, veröffentlichte zuletzt „Ungebrochen gebrochen. Über jüdische Narrative und Traditionsbildung“ (Wallstein- Verlag, Göttingen 2012). Sarah Nemstov, studierte die Fächer Oboe und Komposition in Hannover und Berlin. 2011 wurde ihr Werk „Herzland“ in einer Kooperation der Bayerischen Staatsoper mit dem Orchester Jakobsplatz im Marstall-Theater aufgeführt.

Einführung: Ellen Presser, Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde

Moderation: Jutta Höcht-Stöhr, Evangelische Stadtakademie München

Eintritt frei

Kartenreservierung unter Telefon:  (089)202400491 oder per E-Mail an karten@ikg-m.de

Veranstalter: Evangelische Stadtakademie München, Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde und Münchener Biennale

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

 

Alle Beiträge der Kategorie Kulturzentrum ansehen »

VeranstaltungenÜberblick »

Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

Weiterlesen »

Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

Alle Veranstaltungen »

Israelitische Kultusgemeinde
Kontakt
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de