Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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27. Januar 2015

Charlotte Knobloch zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZs Auschwitz: „Der Auftrag aus der Hölle der Unmenschlichkeit: Nie wieder!“

Sind Christ und Jude eher Christ und Jude  als Mensch?
Gotthold Ephraim Lessing, Nathan  der Weise

München, 27.01.2015.  Mit folgenden Worten gedenkt Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, am 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentratiosnlagers Auschwitz der Opfer des nationalsozialistischen Terrors:

„Mit tiefer Trauer gedenken wir der Opfer des unvergleichlichen und unbegreiflichen Verbrechens von Auschwitz und des nationalsozialistischen Terrors, für den es zum Synonym wurde. Zugleich bekräftigt die Erinnerung an die Ermordeten und Gequälten die Botschaft und den Auftrag, die uns aus dieser Hölle der Unmenschlichkeit erwachsen sind: Nie wieder!

Unser Gedenken fällt in eine Zeit, in der sich die Juden in Europa erneut an Leib und Leben bedroht fühlen – aus einem einzigen Grund: weil sie Juden sind. Heute ist es unverhohlener und brutaler Antisemitismus, der uns nicht mehr nur von Rechtsextremen, sondern verstärkt von Islamisten entgegenschlägt.

Die Antwort der demokratischen Gesellschaften auf diesen islamistischen Terror kann nur lauten: Nie wieder!
Nie wieder wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der Menschen einander nicht als Menschen achten und in der Menschen der Vernichtung preisgegeben werden, nur weil sie einer bestimmten Gemeinschaft oder Religion angehören.

Wir rufen daher Politik und Zivilgesellschaft auf, sich für unsere Demokratie und unsere gemeinsamen freiheitlichen Werte einzusetzen und gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufzustehen  – damit wir in Europa als Menschen mit Menschen in Würde und Respekt zusammenleben können.“

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Di. 24.02.2026 | 7. Adar 5786

Kultur

„Russische Spezialitäten“ von und mit Dmitrij Kapitelman

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Dienstag, 24. Februar 2026, 19 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Eine ukrainisch-jüdisch-moldawische Familie, lebt in Leipzig, wo sie russische Spezialitäten verkauft. Und zwar an Osteuropäer, die sich zwischen russischen Flusskrebsen, ukrainischem Wodka und georgischen Sonnenblumenkernen zuhause fühlen. Doch seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nichts mehr wie zuvor. Die Mutter glaubt den Propagandasendungen des russischen Fernsehens. Ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische, keinen Menschen mehr als seine Mutter, keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Um seine Mutter zur Vernunft zu bringen, begibt er sich per Flixbus nach Kiew. Oder wie man inzwischen liest: Kyjiw, von wo er ihr die Wahrheit mitzubringen hofft.

Dmitrij Kapitelman, geb. 28.08.1986 in Kiew, kam achtjährig als »jüdischer Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt er als freier Publizist in Berlin. Zudem macht er unter dem Künstlernamen Dheema Musik. Schon seine beiden vorherigen Bücher »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters« (2016) und »Eine Formalie in Kiew« (2021), bei Hanser Berlin erschienen, zeichnet politischer Scharfsinn und tiefgründiger Humor aus. Weiterlesen »

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