Pressemitteilung
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12. Dezember 2012
Bundestag verabschiedet Gesetz zur Beschneidung: Knobloch erleichtert über Votum der Vernunft
Der Deutsche Bundestag hat am heutigen Mittwoch, 12. Dezember 2012, mit großer Mehrheit die Gesetzesvorlage der Bundesregierung zur Beschneidung männlicher Kinder verabschiedet. Dazu Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses, in München:
„Ich bin erleichtert über die deutliche Mehrheit, die der Gesetzentwurf der Bundesregierung im Parlament gefunden hat. Ich freue mich über das unmissverständliche Signal. Damit wird nicht nur eine vermeintliche Rechtsunsicherheit beseitigt. Die Abgeordneten lassen den tiefen Wunsch erkennen, die leider entstandene existenzielle Verunsicherung unter den jüdischen Menschen in unserem Land entkräften zu wollen. Mit diesem Gesetz bleibt die Jahrtausende alte, unverzichtbare und konstitutive jüdische Praxis der Beschneidung auch in Deutschland – wie überall in der Welt – rechtmäßig möglich. Ich bin sehr dankbar für dieses wichtige Zeichen des Zuspruchs und des Rückhalts.“
Knobloch weiter: „Für das sehr schnelle und sensibel problembewusste politische Agieren gilt mein besonderer Dank der Bundeskanzlerin, ihrem Kabinett und dem Unionsfraktionsvorsitzenden Volker Kauder; sowie insbesondere der Bundesjustizministerin und den zuständigen Mitarbeitern ihres Hauses für die Erarbeitung des klugen und ausgewogenen Gesetzentwurfes. Zu danken ist auch dem Bundesrat und der ganz überwiegenden Mehrheit der Abgeordneten des Bundestags für die verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit der Thematik und ihr vernünftiges, gewissenhaftes Votum.“
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Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786
Kultur
Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“
Beginn 19:00Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr
Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)
Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.
Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
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