Kultur
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Di. 07.05.2024 | 29. Nissan 5784
Beginn 19:00„Aus der Ferne wirkt alles wie ein Wunder“: Jehuda Amichai (1924-2000) zum 100. Geburtstag
Würdigung
Dienstag, 7. Mai 2024, 19 Uhr
Ein Abend mit Efrat Gal-Ed und Thomas Sparr
Moderation: Ellen Presser
»Ich bin ein Knoten, nicht zu lösen / gleich dem, den man ins Taschentuch knüpft, zur Erinnerung / an etwas. Ich weiß nicht, woran ich erinnern soll und wen, / damit er’s nicht vergisst.«
Jehuda Amichais Gedichte erinnern an die Universalität menschlicher Erfahrungen, ohne dabei ihren Ursprung – Amichais Auseinandersetzung mit der eigenen jüdischen Identität – zu überschreiben. Verfasst in einem Hebräisch der Alltagssprache, sind seine Gedichte verortet im individuellen sowie kollektiven Zeitgeschehen:
»Die Geschichte der Juden und die Geschichte der Welt / zerreiben mich zwischen sich […] Offen Verschlossen Offen. Das ist der ganze Mensch.«
An den Dichter erinnern drei, die ihn gut gekannt haben: Efrat Gal-Ed, geboren in Tiberias, Israel, Professorin für Jiddistik an der Universität Düsseldorf, lebt als Malerin und Autorin in Köln. Ellen Presser, geboren in München, Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern; Thomas Sparr, geboren in Hamburg, leitete bis 1998 den Jüdischen Verlag (bei Suhrkamp) und lebt als Autor, Lektor und Literaturwissenschaftler in Berlin.
Zu Gast in München war Jehuda Amichai mehrfach, 1990 beim Kulturzentrum der IKG, 1998 beim Lyrik Kabinett.
Eintritt: 10 Euro/ 6 Euro ; freier Eintritt für Mitglieder des Freundeskreises
Abendkasse, freie Platzwahl
Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Obb. und Stiftung Lyrik Kabinett
Veranstaltungsort: Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83, 80799 München, (089) 346299
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Aktuelle Veranstaltungen
Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786
Kultur
Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“
Beginn 19:00Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr
Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)
Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.
Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
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