Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Nachrichten

« Zurück

23. Mai 2012

Ältester Beleg für biblisches Bethlehem gefunden

Erschienen auf Welt Online. Ein Lehmsiegel aus der Davidstadt von Jerusalem bringt es an den Tag: Einem König von Juda wurde aus Bethlehem eine Sendung geschickt. Das Königreich Juda wurde 587 v. Chr. vernichtet.

Archäologen in Israel haben den bislang ältesten außerbiblischen Beleg für die Stadt Bethlehem gefunden. Es handelt sich um ein kleines Lehmsiegel mit althebräischen Schriftzeichen, das bei Grabungen in der sogenannten Davidstadt unterhalb des Jerusalemer Tempelbergs zutage kam, wie die Israelische Antikenbehörde am 23.5.2012 mitteilte. Das Fragment beweise, dass Bethlehem zur Zeit des Ersten Tempels existiert und zum Königreich Juda gehört habe. Nach der biblischen Überlieferung wurde König David in Bethlehem zum König gesalbt.

Das 1,5 Zentimeter große Siegel enthalte in drei Zeilen die Worte „im siebten“, „Bethlehem“ und „für den König“. Vermutlich gehe es um eine Sendung, die im siebten Regierungsjahr eines Königs von Bethlehem nach Jerusalem geschickt wurde, sagte Ausgrabungsleiter Eli Schukron. Unklar sei, ob es sich um Hiskia, Manasse oder Joschija handele.

Derartige Siegel habe man in der judäischen Zollverwaltung im 8. und 7. vorchristlichen Jahrhundert verwandt, so der Archäologe. Die Steuer konnte in Form von Gold, Silber oder landwirtschaftlichen Produkten wie Wein oder Weizen geleistet werden. Entsprechende Siegel sollten die Unversehrtheit von Waren- oder Dokumentsendungen garantieren.

Alle Beiträge der Kategorie Nachrichten ansehen »

VeranstaltungenÜberblick »

Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

Weiterlesen »

Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

Alle Veranstaltungen »

Israelitische Kultusgemeinde
Kontakt
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de