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12. Dezember 2025
Ab diesem Jahr: Vierter öffentlicher Chanukka-Leuchter in München
München, 12.12.2025. Der große Chanukka-Leuchter auf dem St.-Jakobs-Platz bekommt Zuwachs: Zum jüdischen Lichterfest Chanukka, das heuer am Abend des 14. Dezember beginnt, wird in der bayerischen Landeshauptstadt ein weiterer repräsentativer Leuchter öffentlich sichtbar aufgestellt. Die neue „Chanukkia“ auf dem Platz vor der Pinakothek der Moderne wird neben den Leuchtern vor der Hauptsynagoge, auf dem Prinzregentenplatz sowie auf dem Gelände des amerikanischen Generalkonsulats in der Königinstraße die vierte derartige Einrichtung in München sein.
Die Leuchter werden nicht von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM) aufgestellt und betrieben, sondern von der weltweit aktiven jüdischen Gruppierung „Chabad Lubawitsch“, die seit den späten Achtzigerjahren auch in München aktiv ist. Einzig die Chanukkia vor der Hauptsynagoge am St.-Jakobs-Platz, die auch in diesem Jahr im Rahmen einer öffentlichen Feier entzündet wird (s.u.), ist ein Gemeinschaftsprojekt von IKGM und Chabad Lubawitsch.
IKGM-Präsidentin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch zeigte sich erfreut über die Installation eines vierten Chanukka-Leuchters: „Die Lichter von Chanukka erinnern uns nicht nur an ein großes Wunder aus der jüdischen Geschichte, sondern sie erleuchten auch in dunklen Zeiten unsere Herzen. Sie spenden Hoffnung und Mut. Vor diesem Hintergrund ist jede neue Chanukkia eine gute Nachricht, und ich freue mich, dass meine Heimatstadt München mit der Installation eines weiteren Leuchters nun noch etwas heller strahlt.“
Rabbiner Israel Diskin, Gesandter von Chabad Lubawitsch in München, fügte hinzu: „Chanukka zeigt uns, wie wichtig es ist, jeden Tag das Gute zu vermehren. In der ersten Nacht genügt eine Kerze, und wir erfüllen die Mitzwa vollkommen. Doch sobald die zweite Nacht kommt, reicht eine Kerze nicht mehr: Wir müssen zwei entzünden. So erinnert uns Chanukka daran, dass wir jeden Tag etwas hinzufügen müssen. Auch in unserem eigenen Leben sollen wir täglich mehr Licht, Wärme und Liebe in unsere Umgebung bringen. Auf diese Weise können wir gemeinsam ein warmes, gutes und schönes Umfeld schaffen.“
Hintergrund: Das Lichterfest Chanukka erinnert an die Zeit der sogenannten Makkabäer im 2. Jahrhundert vor der üblichen Zeitrechnung. Dieser jüdischen Gruppierung gelang es, den Jerusalemer Tempel von den griechisch geprägten Seleukiden zurückzuerobern, die dort ein Götzenbild aufgestellt hatten. Bei der Wiedereinweihung (hebr. „Chanukka“) des Tempels wurde der rituelle siebenarmige Leuchter mit geweihtem Öl entzündet, das jedoch nur für ein bis zwei Tage ausreichte. Dennoch brannte das Öl volle acht Tage lang, genau so lange, bis neues Öl hergestellt worden war. In Erinnerung an dieses Wunder wird das achttägige Chanukka-Fest gefeiert.
Zu den Traditionen rund um das Fest, das im gregorianischen Kalender zwischen Ende November und Ende Dezember beginnt, zählen das tägliche Entzünden einer weiteren Kerze des achtarmigen Chanukka-Leuchters (nicht zu verwechseln mit der siebenarmigen „Menora“ aus dem Tempel) und der Verzehr von in Öl gebackenen Speisen wie etwa „Latkes“, einer Art Pfannkuchen, und „Sufganiot“, einem speziellen Krapfen. Im westlichen Kulturkreis erhalten Kinder zu Chanukka oft auch Geschenke.
Terminhinweis:
Öffentliches Entzünden des Chanukka-Leuchters auf dem St.-Jakobs-Platz
Ort: St.-Jakobs-Platz, München
Datum: Montag, 15. Dezember 2025, 16 Uhr
Mit Beiträgen von:
- Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern K.d.ö.R.
- Dr. Ludwig Spaenle, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe (in Vertretung des Ministerpräsidenten)
- Bürgermeister Dominik Krause (in Vertretung des Oberbürgermeisters)
- Dr. James Miller, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika
- Silvia Berladski-Baruch, Vizegeneralkonsulin des Staates Israel
- Rabbiner Israel Diskin
(Änderungen vorbehalten)
Für die Öffentlichkeit ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Teilnahme von Medienvertretern ist ohne Akkreditierung möglich, wir bitten zum Zweck der Übersicht seitens der Gemeinde aber um eine formlose Benachrichtigung per E-Mail an presse@ikg-m.de.
Bei Rückfragen steht die Presseabteilung der Kultusgemeinde gern zur Verfügung.
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