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10. Februar 2012
Somalische Al-Shabaab verkündet Beitritt zu Al-Kaida
Erschienen auf Zeit Online. Die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz in Somalia hat sich mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida zusammengetan. Entsprechend habe sich ein Anführer der Organisation in einem veröffentlichten Video geäußert, teilte das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisierte US-Unternehmen IntelCenter mit. Experten befürchten aufgrund des Anschlusses an das Terrornetzwerk einen erheblich stärkeren Einfluss von Al-Kaida in Afrika.
Im ersten Teil des Videos ist Shabaab-Milizenführer Ahmed Abdi Godane zu hören, wie er Al-Kaida verspricht, seine Kämpfer würden dem Terrornetzwerk als „treue Soldaten dienen“.
Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri, Nachfolger des im Vorjahr getöteten Osama bin Laden, sagte, diese Nachricht werde die „Kreuzfahrer“ – also den Westen – ärgern. „Die dschihadistische Bewegung wird immer größer und breitet sich in der muslimischen Nation aus, obwohl gegen sie der heftigste Kreuzzug des Westens in der Geschichte geführt wird.“
Nach Einschätzung von IntelCenter werde damit der Einfluss von Al-Kaida in Afrika erheblich gestärkt. Die Bedrohung durch derartige Terrororganisationen nehme für die USA und andere westliche Staaten zu.
Terror-Experten hatten Al-Schabaab seit Langem als Ableger Al-Kaidas in Ostafrika eingestuft. 2009 hatte die Miliz bereits in einer Videobotschaft dem Anfang Mai 2011 bei einer US-Kommandoaktion getöteten damaligen Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden Treue geschworen. Zudem sollen Al-Schabaab-Kämpfer in Lagern der Al-Kaida ausgebildet worden sein.
Die Miliz kämpft seit Jahren gegen die schwache Übergangsregierung in Somalia. Sie kontrolliert weite Teile des Südens und des Zentrums des ostafrikanischen Landes und bekannte sich zu mehreren schweren Bombenanschlägen auch in anderen afrikanischen Ländern.
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Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786
Kultur
„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia
Beginn 19:00Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr
In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil. In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »
Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
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