Jugend
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29. November 2011
Stipendien für Jerusalem
Erschienen in Haaretz, 28.11.11. Jerusalem ist eine begehrte Studienstadt – doch nach dem Abschluss verlassen die meisten jungen Erwachsenen die Stadt wieder. Eine neue Initiative der Jugendbewegung „Ruach Chadasha“ („Neuer Geist“) und der Behörde für Stadtentwicklung in Jerusalem bietet nun Studierenden, die kurz vor dem Abschluss stehen, Stipendien dafür, in verschiedenen Stadtvierteln eine Art Kommune zu gründen. So hofft die Stadt, die jungen Menschen länger an sich zu binden.
Das Projekt, das von der Jerusalem-Stiftung finanziert wird, verleiht Drei-Jahres-Stipendien an Studierende. In der Regel liegt dabei das erste Jahr vor Abschluss des Studiums, und die weiteren beiden Jahre schließen daran an. Die Kommunen, die, in Anlehnung an die städtischen Kibbutzim, ein gewisses Maß an Gemeinschaftsleben beinhalten, haben bereits jetzt 70 Mitglieder. Neben dem Studium sollen sich die Studierenden auch für die Gemeinde und das jeweilige Viertel engagieren.
Ein weiterer Schritt für eine bessere Auslastung der bestehenden Wohnungen stellt die Entscheidung der Stadtverwaltung dar, die Grundstückssteuer, die sogenannte Arnona, für Wohnungen zu verdoppeln, die über das Jahr nicht bewohnt werden. Schätzungen der Stadtverwaltung zufolge gibt es in Jerusalem über 10.000 solcher Wohnungen, die meist ausländischen Juden gehören, die oft nur an den Feiertagen nach Jerusalem kommen. Die Erhöhung der Steuer soll Anreiz sein, die Wohnungen in der übrigen Zeit des Jahres zu vermieten.
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Aktuelle Veranstaltungen
Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786
Kultur
Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“
Beginn 19:00Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr
Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)
Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.
Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »
So. 08.02.2026 | 21. Schwat 5786
Kultur
Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“
Beginn 17:00Buchvorstellung und Gespräch
Sonntag, 8. Februar 2026, 17 Uhr
Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Autorengespräch: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom
Ausschnitte aus dem Buch liest Armand Presser.
Ausgehend von den Erzählungen seiner Eltern, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
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