Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Kultur

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Di. 13.05.2025 | 15. Ijar 5785

Beginn 19:00 Uhr:

»Der Dichter und der Risches«. Leben und Werk des Michael Beer (1800–1833)

Vorstellung der Dichter-Biographie durch den Literaturwissenschaftler und Autor Ernst Osterkamp im Gespräch mit Jens Malte Fischer

Der Dichter Michael Beer gehörte mit seinen Trauerspielen »Der Paria« und »Struensee« zu den erfolgreichsten deutschen Dramatikern seiner Zeit. Geboren wurde er am 19.08.1800 in Berlin als jüngster von vier Söhnen des Bankiers Jakob Herz Beer und seiner Frau Amalie. Sein ältester Bruder war der Komponist Giacomo Meyerbeer. Michael Beer lebte in Berlin, Wien, Italien, Paris und ab 1827 in München, wo er die Gunst des kunstaffinen bayerischen Königs genoss. In seinem Werk setzte sich Michael Beer mit dem jüdischen Schicksal des Ausgegrenztseins auseinander; seine Korrespondenz zeugt von seinem Kampf gegen Antisemitismus, jidd. »Risches« genannt.
Ludwig I. von Bayern beauftragte seinen bevorzugten Architekten Leo von Klenze mit dem Entwurf eines Mausoleums auf dem Alten Israelitischen Friedhof für den geschätzten Dramatiker.

Prof. em. Dr. Ernst Osterkamp, Jg. 1950, war von 1992 bis 2016 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin; von 2017 bis 2023 war er zudem Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Prof. em. Dr. Jens Malte Fischer, Jg. 1943, war von 1982 bis 1989 Professor für Neuere Deutsche, vergleichende und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität-GH Siegen und von 1989 bis 2009 Professor für Theaterwissenschaft an der LMU München.

Eintritt 8,- Euro; für Schüler, Studenten und Münchenpass-Inhaber freier Eintritt

Anmeldung erbeten unter: karten@ikg-m.de oder (089) 202 400-491 oder unter dem Link erforderlich: https://eveeno.com/109838933 bis 12.05.2025

Bei der Veranstaltung besteht für Interessenten die Möglichkeit, sich am Büchertisch zur Besichtigung der Grabstätte von Michael Beer einzutragen.

Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Obb. und Lehrstuhl für jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

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Februar 2026 | Schwat-Adar I | « »

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So. 08.02.2026 | 21. Schwat 5786

Kultur

Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“

Beginn 17:00

Buchvorstellung und Gespräch 
Sonntag, 8. Februar 2026, 17 Uhr

Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Autorengespräch: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom

Ausschnitte aus dem Buch liest Armand Presser.

Ausgehend von den Erzählungen seiner Eltern, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. Weiterlesen »

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