Kultur
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Di. 30.01.2024 | 20. Schwat 5784
Beginn 19:00„Der Intellektuelle als Grenzgänger“: Inka Mülder-Bach in Zwiesprache mit Siegfried Kracauer
Vortrag
Dienstag, 30. Januar 2024, 19 Uhr
An diesem Abend begibt sich die Literaturwissenschaftlerin Prof. emer. Dr. Inka Mülder-Bach in Zwiesprache mit Siegfried Kracauer. Ihr Vortrag gewährt Einblicke in sein von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts geprägtes Leben und den Facettenreichtum seines Denkens.
Das Werk des Schriftstellers Siegfried Kracauer (1899-1966) entzieht sich der Etikettierung.

Siegfried Kracauer ©unbekannter Urheber, Wikimedia Commons
Von der Ausbildung her Architekt, avancierte er als Redakteur der Frankfurter Zeitung zu einem herausragenden Intellektuellen der Weimarer Republik. Er analysierte die sozialen und kulturellen Transformationen der Epoche, setzte neue Maßstäbe für die Auseinandersetzung mit dem Film und gab der Kritischen Theorie wichtige Impulse. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh er ins Exil nach Frankreich und gelangte von dort in die USA, wo er wegweisende Bücher zum Film und zur Geschichtsschreibung verfasste.
Kurs-Nr. R244095 – Vortrag MVHS im HP8
Veranstalter: Münchner Volkshochschule und Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern.
Veranstaltungsort: HP8 · Projektor, Halle E · Hans-Preißinger-Str. 8 · Anfahrt: U3 bis Brudermühlstraße, dann mit den Buslinien 54 oder X30 eine Station bis Schäftlarnstraße/ Gasteig HP8

Inka Mülder-Bach. Foto: privat
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Juni 2026 | Ijar-Siwan
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Aktuelle Veranstaltungen
Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
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