Kultur
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21. November 2019
„Die Reisen Benjamins des Dritten“
Von Scholem J. Abramowitsch
Buchpräsentation
Mit der Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Susanne Klingenstein
Dienstag, 26. November, 19 Uhr
Benjamin der Dritte – das ist einer der größten Klassiker der jiddischen Literatur. In der Neuübersetzung von Susanne Klingenstein steht Abramowitschs berühmtestes Werk jetzt im Kontext der europäischen Literatur seiner Zeit.
Benjamin ist ein Taugenichts und Müßiggänger, irgendwo in der osteuropäischen Provinz. Doch eines tut er mit Inbrunst: lesen. Vor allem Reiseberichte über Meere und Wüsten, aber auch die Preisungen Jerusalems. Und so macht Benjamin sich auf die Reise – durch arme Dörfer, über schmutzige Straßen, doch immer, als hätte er das Heilige Land vor Augen.
Aber die Abenteuer des Benjamin sind viel mehr: Es wird deutlich, wie dieser komische Roman, der 1878 zum ersten Mal erschien, auch als politische Kritik der russischen und jüdischen Gesellschaft gelesen werden muss
Susanne Klingenstein studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte und Amerikanistik und gilt als maßgebende Abramowitsch-Kennerin, 2015 erschien ihr Buch »Mendele der Buchhändler. Leben und Werk des Sholem Yankev Abramovitsh«. Von 1993 bis 2001 lehrte sie am Massachusetts Institute of Technology, war von 2001 bis 2015 an der Harvard-MIT Division of Health Sciences and Technology. Heute lebt sie in Boston.
Eintritt: 12,- Euro
Anmeldung ist unter (089) 2800 135 möglich.
Veranstalter: Literaturhandlung, Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München, Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und Jüdisches Museum München
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München
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Aktuelle Veranstaltungen
Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786
Kultur
„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia
Beginn 19:00Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr
In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil. In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »
Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de

