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16. Februar 2017
Starke Partner
Das Jüdische Gymnasium und die Technische Universität arbeiten zukünftig eng zusammen. Von Helmut Reister, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen vom 16.2.2017. Das Jüdische Gymnasium, das erst im September seinen Betrieb aufnahm, entwickelt sich in rasantem Tempo zu einer Erfolgsgeschichte.
Die Anerkennung als staatliche Schule durch das Kultusministerium liegt erst wenige Wochen zurück, jetzt ist das Jüdische Gymnasium zum Referenzgymnasium der Technischen Universität (TUM) ernannt worden.
Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages durch Schulleiterin Miriam Geldmacher und Kristina Reiss, Dekanin der »TUM Schoof of Education« (Fakultät für Lehrerbildung und Bildungsforschung), war auch IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch anwesend, für die sich mit dem Jüdischen Gymnasium in Trägerschaft der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ein lange gehegter Traum erfüllt hat. Ihr Ziel ist es, mit dem Gymnasium eine ähnlich hohe Qualität wie in der Sinai-Grundschule zu erreichen. Die Kooperation mit der Technischen Universität ist ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg.
Impulsefür Forschung und Lehre
Nach Angaben der TUM dient die künftige Zusammenarbeit der Partner dazu, neue Erkenntnisse über guten Unterricht zu gewinnen und zu erproben. Beide Einrichtungen unterstützen sich außerdem bei Fortbildungen, Praktika und Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler. Für diese intensive Zusammenarbeit wählt die »TUM School of Education« Gymnasien mit vorbildlicher Unterrichtsarbeit und Schulentwicklung aus, wie Dekanin Reiss bei der Vertragsunterzeichnung betonte. Die TUM erhoffe sich von neuen Partnern wichtige Impulse für ihre Forschung und Lehre, so Reiss weiter.
Die Universität arbeitet eng mit Referenzgymnasien zusammen, um Studienergebnisse mit der Fakultät für Lehrerbildung und Bildungsforschung zu diskutieren und wissenschaftliche Empfehlungen im Unterricht zu erproben. Die TUM verbessert die Inhalte und Lehrmethoden ihrer Lehramtsstudiengänge anhand der Erfahrungen der Referenzgymnasien. Dort absolvieren die Studierenden bereits nach dem ersten Semester ein Praktikum, um frühzeitig den Berufsalltag von Lehrern kennenzulernen. Das Jüdische Gymnasium hat seinerseits großes Interesse an den Forschungserkenntnissen der TUM zum Thema digitales Lernen.
Im Gegenzug können die Lehrerinnen und Lehrer des IKG-Gymnasiums an didaktisch-methodischen Fortbildungen und Informationsveranstaltungen über hochschul- und bildungspolitische Fragen an der TUM teilnehmen. Die Schüler präsentieren bei der jährlichen Schülerkonferenz ihre Seminararbeiten und können sich ins Schulprogramm der TUM einbringen. Dieses umfasst etwa Ferienkurse, das Experimentierlabor TUMlab im Deutschen Museum und Besuche im Schülerforschungszentrum in Berchtesgaden.
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Aktuelle Veranstaltungen
Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787
Kultur
Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen
Beginn 20:30 Uhr:Beitrag der IKG München und Oberbayern
Auf einen Blick:
Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser
Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)
Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.
Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska
Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.
Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.
Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de
So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787
Kultur
»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre
Beginn 17:00 Uhr:
Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens
Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.
Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de
Mi. 21.10.2026 | 10. Cheschwan 5787
Kultur
Filmvorführung „Noga“
Beginn 19:00Filmvorführung
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19 Uhr
Ein Film von Jono & Benji Bergmann mit Noga Erez und Ori Rousso
Produktion: Babka Film in Koproduktion u.a. mit Sperl Film + Fernsehproduktion
Österreich/ Deutschland/ Israel 2026, 96 Min.
Originalsprache: Hebräisch, Englisch, mit deutschen Untertiteln
Die israelische Musikerin Noga Erez ist mit ihrem kreativen Partner und Lebensgefährten Ori Rousso auf dem Weg zum internationalen Durchbruch. Zwischen ausverkauften Konzertsälen mit provokanten Hits wie »End of the Road«, politischer Zuspitzung und persönlichen Spannungen, kämpft sie darum, weiterhin gehört, vor allem aber verstanden zu werden – in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
