Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Pressemitteilung

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24. Mai 2014

Tödliche Schießerei im Jüdischen Museum in Brüssel | Knobloch: „Antisemitismus ist in Europa präsent wie lange nicht“

München, 24.5.2014. Laut Medienberichten sind im Jüdischen Museum in Brüssel drei Menschen erschossen worden. Dazu Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern: „Ich bin entsetzt über diese grausame Tat. Meine Gedanken sind bei den Ermordeten und Verletzten und ihren Angehörigen. Sollte sich ein antisemitischer Hintergrund herausstellen, wäre das nach dem Anschlag vor der jüdischen Schule in Toulouse vor zwei Jahren ein weiterer trauriger Höhepunkt antisemitischer Gewaltexzesse in Europa.“

Knobloch weiter: „Seit einigen Jahren ist in Europa eine Zunahme offen artikulierter Judenfeindlichkeit feststellbar. Angesichts solcher immer massiver werdender verbaler Anfeindungen, sind gewalttätige antisemitische Übergriffe nur eine Frage der Zeit.“

Sie hoffe, so Knobloch, dass die Hintergründe der Tat in Belgien rasch und rückhaltlos aufgeklärt würden. „Sollte Judenhass das Motiv der Morde sein, muss sich die Politik in ganz Europa endlich mit mehr Intensität und Ehrlichkeit dem wachsenden Problem Antisemitismus – jeglicher Couleur – in den europäischen Gesellschaften widmen“, forderte Knobloch.

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So. 30.11.2025 | 10. Kislew 5786

Kultur

„Das Sterben der Demokratie“: Ein Abend mit Richard C. Schneider und Peter R. Neumann

Beginn 18:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 30. November 2025, 18 Uhr

Moderation: Shahrzad Eden Osterer (Bayerischer Rundfunk)

Weltweit gewinnen Rechtspopulisten massiv an Unterstützung und gefährden die liberale Demokratie. Peter R. Neumann, einer der international renommiertesten Extremismus-Experten, und der vielfach ausgezeichnete Journalist und Dokumentarfilmer Richard C. Schneider haben sich unter anderem in Ungarn, Frankreich, den Niederlanden, Italien und den USA umgesehen. Ihre augenöffnende Recherche (Rowohlt Berlin) zeigt wie unter einem Brennglas, welcher Gefahr Deutschland gegenübersteht. Weiterlesen »

Mi. 03.12.2025 | 13. Kislew 5786

Kultur

„Vom Überleben ins Leben“: Eine jüdische Biografie im München der Nachkriegszeit mit Roman Haller

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 3. Dezember 2025, 19 Uhr

Vorstellung der Autobiografie von Roman Haller

Moderation: Shahrzad Osterer (BR)

Roman Haller erzählt von seiner Geburt 1944 in einem Waldversteck in Polen, vom Aufwachsen in Deutschland, einem Land, das seine Eltern ermordet hätte, wenn es ihrer in der NS-Zeit habhaft geworden wäre, vom jüdischen Alltag zwischen Schwarzmarkt und Schulbank, Davidstern und Lederhose. Mit Humor schildert er, wie das Leben trotz allem weiterging und wie er seinen Platz im München der Nachkriegszeit fand. Weiterlesen »

Do. 04.12.2025 | 14. Kislew 5786

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„Schweigend stand sie vor der geschlossenen Tür“ – Zwiesprache mit Zeruya Shalev und Anne Birkenhauer

Beginn 19:00

Lesung und Gespräch
Donnerstag, 4. Dezember 2025, 19 Uhr

Die Schriftstellerin Zeruya Shalev und Anne Birkenhauer, ihre Übersetzerin, unterhalten sich auf Hebräisch und Deutsch über Shalevs vorletzten Roman »Schicksal«.

Lesung in hebräischer und deutscher Sprache

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