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8. Mai 2014
Sonne und Spiele – Wie Maccabi München am 1. Mai die Saisoneröffnung feierte
Die Freunde von Maccabi München können sich darauf verlassen: Wenn der Sportverein zur traditionellen Saisoneröffnung am 1. Mai ruft, lacht die Sonne – auch wenn sie die Hoffnung der Verantwortlichen in diesem Jahr zunächst einen Vormittag lang auf eine harte Probe gestellt hatte. Von Miryam Gümbel, erschienen auf Jüdische Allgemeine Online, 8.5.2014.
An die 1000 Menschen genossen über den Tag verteilt das sportliche und gesellschaftliche Miteinander. Die Besucher unterhielten sich angeregt, neben Deutsch war allerorten auch viel Russisch und Iwrit zu hören. Verschiedene Aktivitäten vonseiten der IKG und diversen Organisationen präsentierten sich mit Informationsmaterial und Angeboten. Das Jugendzentrum Neshama etwa bot Kindern an, sie zu schminken.

Im Gespräch: Charlotte Knobloch und Robby Rajber. © Miryam Gümbel
BUBBLE-FUSSALL
Wie bunt und engagiert die Vielfalt der Maccabi-Freunde ist, unterstrich auch ein Infotisch von Chabad Lubawitsch, an dem Rabbiner Israel Diskin über das Legen von Tefillin aufklärte, während sein jüngster Sohn die Hüpfburg testete. Eine besondere Attraktion für die Kinder waren in diesem Jahr die Bubble-Fußbälle: In diese großen und durchsichtigen Plastikbälle konnte man reinkriechen und sich je nach Geschick selbst über den Rasen bewegen oder sich von Freunden rumkicken lassen.
Auf der Bühne führten verschiedene Gruppen ihr Können vor. Präsidentin Charlotte Knobloch gratulierte Vereinspräsident Robby Rajber und seinem Team zu den Leistungen von Maccabi. Zu den Gästen gewandt, betonte sie: »Wir alle gemeinsam, Sie alle, stehen hinter dem Erfolg des Vereins!«
Charlotte Knobloch warf zugleich einen Blick nach vorn auf die European Maccabi Games im Sommer 2015 in Berlin. Damit die Münchner hier wieder erfolgreich sein können, sollten auch weiterhin alle zusammenwirken, wünschte sie sich. Die Verantwortlichen tun dies schon seit geraumer Zeit. Besonders beim Fußball sind die Kinder und Jugendlichen erfolgreich: In den bayerischen Fußballligen sind alle zehn Jugendmannschaften gut platziert. In verschiedenen Trainingslagern werden zudem mehrere Sportarten angeboten.
EHRGEIZ
Neu im Programm sind eine Karate-Gruppe für Frauen und Volleyball. Rund 30 Athleten verbrachten den Mai-Feiertag mit Begeisterung und sportlichem Ehrgeiz auf der Volleyball-Anlage, angefeuert von vielen Gästen. Zum Mitmachen für alle lud dann die Gruppe für israelische Tänze ein: Auf der Bühne tanzten die Aktiven Grundschritte vor – auf dem Rasen machten viele Besucher diese Schritte begeistert nach.
Dass bei so viel körperlichem Einsatz auch Stärkung vonnöten ist, zeigte sich beim Andrang an den verschiedenen Buffets mit koscherem Essen. Von Gegrilltem über Falafel und Hummus bis hin zu Obstsalat konnte jeder hier das für sich Passende finden.
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Aktuelle Veranstaltungen
Do. 01.10.2026 | 20. Tischri 5787
Kultur
„Bruno – Der junge Kreisky“
Beginn 20:Filmvorführung
Donnerstag, 1. Oktober 2026, 20 Uhr
Spielfilm, Österreich/ Deutschland 2026, 116 Min.
Regie: Harald Scheritz
Drehbuch: Harald Sicheritz, Fritz Schindlecker, Helene Maimann
Produktion: DOR Film, Wien
Darsteller: Nils Arztmann (Bruno), Maya Unger Adele Holzer), Soi Schüssler (Sissi Nesvadba), Noah Perktold (Roman Felleis) Juergen Maurer und Marie-Therese Futterknecht (Eltern Kreisky), Tobias Resch (Paul Kreisky) u. v. a.
Wien in den späten 1920er Jahren: Als Schüler aus wohlhabendem jüdischen Elternhaus wird Bruno Kreisky von der sozialistischen Arbeiterjugend nur widerwillig aufgenommen. Als die politischen Spannungen im Land eskalieren, organisieren Bruno und seine Kameraden und Kameradinnen verbotene Treffen, verteilen Widerstandspamphlete und setzen bei ihrer Revolte gegen reaktionäre Kräfte, die dem Anschluss Österreichs ans Dritte Reich entgegenfiebern, ihr Leben auf Spiel. Während sein Bruder Paul seine Rettung in der Alijah nach Palästina sieht, führt der Weg des jugendlichen Rebellen Bruno ins schwedische Exil und später als österreichischer Spitzenpolitiker auf die Weltbühne. Weiterlesen »
Mi. 07.10.2026 | 26. Tischri 5787
Kultur
»Sie kamen, um uns zu töten. Mein Leben als Jüdin vor und nach dem 7. Oktober« – Ein Abend mit Dafna Gerstner
Beginn 19:00Buchpräsentation & Gespräch mit der Autorin
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 19 Uhr
Lesung: Ulla Wagener
Moderation: Richard Volkmann
Dafna Gerstner stammt aus Israel und lebt seit 2011 in Deutschland. 2023 wurde sie Zeugin des brutalen Massakers der Hamas vom 7. Oktober im Kibbuz Be’eri. Wie durch ein Wunder überlebte sie in einem nicht abschließbaren Schutzraum in der Wohnung ihres Bruders Eitan. Dreißig Menschen von dort, darunter Kleinkinder, wurden nach Gaza verschleppt – nicht alle haben die Geiselhaft überlebt. Es starben insgesamt 102 aus dem Kibbuz Be‘eri, darunter auch Dafnas Bruder Eitan, der als Mitglied der Bereitschaftseinheit das Leben zahlreicher Kibbuz-Mitglieder rettete im für ihn tödlichen Kampf gegen die Terroristen.
In ihrem Buch erzählt die Überlebende Dafna Gerstner vom Leben im Kibbuz vor und nach dem Massaker, aber auch davon, was es heißt zu überleben. Sie berichtet von den traumatischen Folgen des Terrorangriffs – sowohl für sie persönlich als auch für die israelische Gesellschaft. Doch auch die Spaltung der deutschen Gesellschaft hat ihr Leben als Jüdin in Deutschland verändert.
Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787
Kultur
Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen
Beginn 20:30 Uhr:Beitrag der IKG München und Oberbayern
Auf einen Blick:
Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser
Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)
Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.
Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska
Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.
Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.
Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
