Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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20. März 2014

Purim: Fest der Freude

Wie die IKG München die Rettung des jüdischen Volkes im alten Persien feierte. Von Miryam Gümbel, erschienen in derJüdischen Allgemeinen, 20.3.2014. Am Purim-Wochenende stand das jüdische Fest in München allerorten im Mittelpunkt des Gemeindegeschehens. Einen besonderen Höhepunkt bildeten dabei die Feiern von und für die Kinder. Bereits am Freitag gab es im Alexander-Moksel-Kindergarten zur Einstimmung schon mal eine interne Aufführung mit Liedern und Tänzen, die auch Rabbiner Levinger beeindruckte. Im hellblauen Mantel ritt da sogar Mordechai mit seiner Gefolgschaft auf seinem (Stecken-)Pferd ein.

ZAUBERER

Am Vorabend von Purim wurde dann in den Synagogen die Megillat Esther gelesen. In der Possartstraße hatte Chabad Lubawitsch mit Rabbiner Yochonon Gordon eigens für die Jüngeren die Geschichte von der Rettung des jüdischen Volkes kindgerecht aufbereitet. Mit einem kleinen Film war sie besonders leicht verständlich. Anschließend begeisterte ein Zauberer die gebannt zuschauenden Kinder.

Zebra im Pyjama: Szene aus dem Theaterstück im Gemeindezentrum. © Miryam Gümbel

In der Synagoge Ohel Jakob waren währenddessen Klein und Groß beisammen und machten mit Ratschen tüchtig Radau, wenn der Name Haman fiel. Völlig still war es hingegen, als mit der Hawdala die neue Woche begann. Das Licht in der Synagoge erlosch, nur die Kerze erhellte den Raum.

Anschließend war im Hubert-Burda-Saal Party angesagt, zu der das Jugendzentrum »Neshama« eingeladen hatte. Auch die Erwachsenen kamen zu der Veranstaltung, ließen sich die Hamantaschen schmecken, genossen das Miteinander und bewunderten die Masken. In die Farben Israels hatten sich Bnei-Akiva-Mädchen gehüllt. Ein Kind, das sich als Biene Maja verkleidet hatte, hielt mit der Kamera seines Vaters das bunte Treiben fest.

Stimmungsvoller Höhepunkt am Sonntagnachmittag war das gemeinsame Purimfest von Kindergarten und Schule, das die Elternbeiräte ausgerichtet hatten – mithilfe »stiller« Spender, viel Eigenmitteln, Eigeninitiative und der Unterstützung durch die IKG.

HOTDOGS

Die Räume im Erdgeschoss waren festlich mit bunten Luftballons geschmückt. An Ständen gab es Getränke, Popcorn, Hotdogs und Maiskolben zu kaufen. Eine Fotografin machte für die Kinder Erinnerungsbilder. In den einzelnen Räumen gab es zudem unterschiedliche Programme für jedes Alter. Damit auch ältere Gäste zwischendurch entspannen konnten, waren überall Stühle und Tische aufgebaut.

Vor der Bühne im Hubert-Burda-Saal hüpften und tanzten die Kinder unermüdlich, zum Teil auch mit ihren Eltern. Mit kleinen Theaterszenen, viel Musik, Basteltischen und gemeinsamen Aktivitäten wurde der Purim-Nachmittag so zu einem gelungenen Fest.

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

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