Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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28. März 2014

OB-Stichwahl 2014 in der Landeshauptstadt München: Knobloch gratuliert Dieter Reiter zur Wahl zum Münchner Oberbürgermeister

Dieter Reiter ist nach aktuellem Stand als Sieger aus der Stichwahl zum neuen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München hervorgegangen. Dazu Dr. h.c. Charlotte Knobloch: „Ich gratuliere dem neuen OB Dieter Reiter von ganzem Herzen. Ich wünsche ihm viel Erfolg, einen wachen und besonnen Geist und eine glückliche Hand zum Wohle aller Menschen in München.“

Zugleich zollte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern dem OB-Kanditaten Josef Schmid ihren höchsten Respekt für seinen couragierten und engagierten Wahlkampf, dem es zu verdanken sei, dass die Wahlen in München so spannend wie selten waren, so Knobloch. „Umso trauriger macht mich die extrem niedrige Wahlbeteiligung, die allen demokratischen Parteien zu denken geben muss!“

Das Votum der Wählerinnen und Wähler für Dieter Reiter sei ein enormer Vertrauensbeweis und Ausdruck der großen Wertschätzung seiner bisherigen Arbeit sowie seiner Persönlichkeit, meinte Knobloch. München stehe vor großen Herausforderungen. „Unsere Stadt ist attraktiv für Menschen aus Deutschland und aller Welt. Die Stadt wächst und die immer pluralistischer werdende Bevölkerung muss zusammenwachsen. Zugleich gilt es die Balance zu wahren: zwischen Wirtschaftskraft und Lebensqualität, Luxus und sozialer Gerechtigkeit, Hochglanz und Bodenständigkeit, Hochkultur und Tradition, urbaner Metropole und Gemütlichkeit“, so Knobloch.

Die jüdische Gemeinschaft in München habe in den letzten Jahrzehnten, insbesondere in den letzten 25 Jahren, eine ungeahnte Entwicklung der Re-Etablierung vollzogen, konstatierte die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. „Christian Ude hat in herausragender Weise seinen Beitrag dazu geleistet, dass die jüdischen Menschen heute in eine Zukunft in dieser Stadt blicken dürfen, von der 1945 niemand zu träumen gewagt hätte. Geschichts- und verantwortungsbewusst habe ich auch Dieter Reiter kennengelernt.“ Sie freue sich, den eingeschlagenen Weg mit ihm als verlässlichem und freundschaftlichem Partner fortsetzen zu können.

Knobloch: „Ich wünsche mir, dass es in München zum einen gelingt, eine kluge und nachhaltige Erinnerungskultur weiterzuführen und zum zweiten, auf dieser Basis, eine gegenwarts- und zukunftsorientierte Politik der Verantwortung zu praktizieren – für ein München als Weltstadt mit Herz.“

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

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