Veranstaltungen Kulturzentrum
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Di. 08.04.2014 | 8. Nissan 5774
Beginn 19:30Buchpräsentation: „Kurier der Erinnerung“ – Das Leben des Jan Karski
Marta Kijowska stellt Karskis Leben im Gespräch mit dem Historiker Dr. Jürgen Zarusky (Institut für Zeitgeschichte, München) vor. Lesung: Hans Jürgen Stockerl
Seit 2011 sein „Bericht an die Welt“ erstmals auf Deutsch erschien, ist Jan Karski auch hierzulande dem Vergessen entrissen worden. Jetzt legt Marta Kijowska die erste deutschsprachige Biografie vor, die sein ganzes Leben erzählt, auch die frühen Jahre und die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.
Jan Karski (1914, Łódź – 2000, Washington) war einer der wichtigsten Kuriere des polnischen Untergrunds im Zweiten Weltkrieg. Um einen möglichst glaubwürdigen Bericht zu liefern, ließ er sich ins Warschauer Ghetto und in ein Transitlager im Osten Polens einschleusen.1942/43 versorgte er die Alliierten mit detaillierten Informationen über das Schicksal der Juden in Polen. Doch seine Hoffnung, sie zum Eingreifen zu bewegen, erfüllte sich nicht, wie er im Januar 1997 bei einem unvergesslichen Auftritt im IKG-Kulturzentrum ausführte. Damals begegnete Marta Kijowska dem emeritierten Professor und Ehrenbürger des Staates Israel – ein Zeitzeuge, der sie nicht mehr losließ.
Marta Kijowska, geboren 1955 in Krakau, lebt seit 1979 in München. Sie studierte Germanistik, arbeitet als Journalistin und als Übersetzerin aus dem Polnischen. Sie veröffentlichte u. a. die Biographien Andrzej Szczypiorskis („Der letzte Gerechte“, 2003) und Stanislaw Jerzy Lec’ („Die Tinte ist ein Zündstoff“, 2009) sowie den Essayband „Krakau. Spaziergang durch eine Dichterstadt“ (2005). Bei C.H.Beck liegt von ihr vor: „Polen, das heißt nirgendwo“ (2007).
Eintritt 5,- Euro
Kartenreservierung unter (089) 20 24 00 491,
per Email unter karten@ikg-m.de
Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München, und Verlag C. H. Beck
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18
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