Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Kulturzentrum

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Do. 16.01.2014 | 15. Schwat 5774

Beginn 19:30

»Di Schpilke« (The Pin)

Spielfilm. Kanada 2013, 82 min., OF (Jiddisch/Russ.) m. engl. UT
Drehbuch/Regie: Naomi Jaye
Daniel Bekerman/Scythia Films-Produktion

Veranstaltung im Rahmen der 5. Jüdischen Filmtage in München.

Liebe in Zeiten des Krieges © Scythia Films

Das Motiv »Ein Mann und eine Frau« zieht sich vom 1. Buch Moses, 22-25, über den berühmten gleichnamigen Film von Claude Lelouch aus dem Jahr 1966 bis hin zur schnulzigen Robinsonade eines Paares in »Die blaue Lagune« (1980). Vom Paradies oder einer (Insel)-Idylle sind Jakob (Grisha Pasternak) und Leah (Milda Gecaite), die das Schicksal in einer halbverfallenen Scheune irgendwo im litauischen Hinterland zusammenführt, weit entfernt.

Niemals wäre die Begegnung eines jüdischen Jungen und Mädchen alleine denkbar. Doch es ist Krieg. In dem Film »Di Schpilke« durchläuft das junge Paar im Zeitraffer alle Phasen der Fremdheit, Annäherung und eines Lebenshungers, wie er nur in Ausnahmesituationen möglich wird: Liebe, Heirat und eine folgenschwere Entscheidung.

Erzählt wird diese Liebesgeschichte in Rückblenden aus der Perspektive des altgewordenen Jakob, der während einer Totenwache in der Aussegnungshalle noch einmal an seine erste große Liebe erinnert wird.

Die Drehbuchautorin und Regisseurin Naomi Jaye drehte zehn Jahre lang Kurzfilme. In dieser Zeit reifte der Entschluss zu ihrem ersten Spielfilm DI SCHPILKE. Es ist gleichzeitig der erste kanadische jiddisch-sprachige Film und der zweite in den Annalen Nordamerikas nach über siebzig Jahren. Inspiriert wurde sie für diese Geschichte durch ihre Großmutter Leah, die gebeten hatte, nach ihrem Tode gepikst zu werden. Sie fürchtete sich nämlich davor, lebendig begraben zu werden.

Darsteller: David Fox (Der Wächter), Grisha Pasternak (Jakob), Milda Gecaite (Leah)

Eintritt: 5 Euro

Mit freundlicher Unterstützung von David Stopnitzer und der Abteilung für jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München.

Das komplette Programm erhalten Sie hier (PDF-Download).

Kartenvorverkauf & nähere Informationen erhalten Sie im Büro des IKG-Kulturzentrums, Telefon: (089)202400-491, E-Mail: karten@ikg-m.de.

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So. 08.02.2026 | 21. Schwat 5786

Kultur

Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“

Beginn 17:00

Buchvorstellung und Gespräch 
Sonntag, 8. Februar 2026, 17 Uhr

Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Autorengespräch: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom

Ausschnitte aus dem Buch liest Armand Presser.

Ausgehend von den Erzählungen seiner Eltern, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. Weiterlesen »

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